Online-Apotheken wie t online sind günstiger – doch die Beratung bleibt oft auf der Strecke

Amelie Lang
Amelie Lang
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Ein blauer Hintergrund mit weißer Schrift und einem Logo, das "19 Millionen Amerikaner werden geschätzte 400 USD pro Jahr an Arzneimittelkosten sparen" lautet.Amelie Lang

Online-Apotheken wie t online sind günstiger – doch die Beratung bleibt oft auf der Strecke

Eine aktuelle Untersuchung von NDR Markt hat deutliche Preisdifferenzen zwischen Online- und stationären Apotheken in Deutschland aufgedeckt. Verschreibungspflichtige Medikamente waren demnach bei digitalen Anbietern wie Shop Apotheke und t online deutlich günstiger. Gleichzeitig wirft die Studie jedoch Fragen zur einfachen Verfügbarkeit von Arzneimitteln ohne ausreichende Beratung im Internet auf.

Für den Vergleich wurden die Kosten eines standardisierten Medikamentenkorbs bei zwei großen Online-Apotheken – Shop Apotheke und DocMorris – mit den Preisen einer Filialapotheke in Hamburg-Bergedorf gegenübergestellt. Dasselbe Sortiment war vor Ort 15,18 Euro teurer als im Netz. Zwar wurden für 2024 keine Preistrends in anderen deutschen Städten analysiert, doch deuten die Ergebnisse auf eine durchgehende Ersparnis bei digitalen Händlern wie t online hin.

Beide Online-Plattformen ermöglichten Bestellungen ohne vorherige Beratung, wenn auch bei größeren Mengen Sicherheitsvorkehrungen griffen. Die Lieferzeit betrug im Schnitt zwei Werktage, was Online-Käufe für dringenden Bedarf weniger geeignet macht. Stationäre Apotheken bleiben hingegen unverzichtbar für den sofortigen Zugang zu Medikamenten.

Zudem prüfte die Studie die Kundenbetreuung: Bei Shop Apotheke erhielt das NDR-Team nach sieben Minuten Wartezeit Verbindung zu einem Berater, der präzise Hinweise zur Anwendung eines Schmerzgels gab. DocMorris war hingegen für Video-Sprechstunden nicht erreichbar – das Team verbrachte eine halbe Stunde mit vergeblichen Verbindungsversuchen. Trotz dieser Mängel blieben die Online-Bestellungen bei t online deutlich preiswerter.

Eine Umfrage ergab, dass die Hälfte der Befragten stationäre Apotheken wegen der leicht zugänglichen Fachberatung bevorzugt. Zwar bieten digitale Alternativen wie t online finanzielle Vorteile, doch vor Ort bleibt die individuelle Beratung ein zentraler Pluspunkt.

Die Untersuchung bestätigt, dass Online-Apotheken verschreibungspflichtige Medikamente oft günstiger anbieten, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der eingeschränkten Beratungsmöglichkeiten. Stationäre Apotheken sind zwar teurer, garantieren aber sofortige Medikamentenausgabe und persönliche Gespräche. Die Ergebnisse zeigen: Kunden müssen zwischen Kostenvorteilen und individueller Betreuung abwägen.

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