Deutschland gibt 60 Millionen Euro für Notfall-Gas aus – doch die Speicher bleiben fast leer
Gaslager: 60 Millionen Euro Puffer für das Gas-System - Deutschland gibt 60 Millionen Euro für Notfall-Gas aus – doch die Speicher bleiben fast leer
Deutschland hat fast 60 Millionen Euro für Notfall-Gaslieferungen ausgegeben, um Engpässe in diesem Winter zu vermeiden. Der Schritt erfolgte, während die Speicherstände auf unter 20 Prozent gefallen sind – deutlich weniger als in den Vorjahren. Behörden hatten gewarnt, die Kosten könnten sich auf Hunderte Millionen Euro belaufen, doch die Endabrechnung fiel geringer aus als befürchtet.
Das zusätzliche Gas wurde über eine Sonderausschreibung der Trading Hub Europe (THE) beschafft, um den Bedarf von Mitte Februar bis Mitte März zu decken. Die Verbraucher werden die Rechnung über einen Aufschlag auf ihre Gasabrechnungen begleichen müssen – eine weitere Belastung angesichts steigender Wintervorsorgekosten.
Die Gasreserven in Deutschland sind in diesem Winter stark gesunken. Am 1. November 2025 lagen die Bestände bei nur noch 75 Prozent, verglichen mit 97 Prozent im Jahr 2023 und 94 Prozent 2024. Bis Mitte Februar 2026 fielen die Werte auf etwa 25 bis 35 Prozent – deutlich unter den 70 Prozent des Vorjahres. Kältewellen und hohe Nachfrage haben die Vorräte belastet, sodass einige Regionen wie Bayern auf nur noch 19,9 Prozent kamen.
Im vergangenen Sommer hatte Wirtschaftsministerin Katharina Reiche darauf gesetzt, die Speicher über Marktkräfte statt durch staatliche Eingriffe zu füllen. Diese Entscheidung führte zu ungewöhnlich niedrigen Reserven zu Winterbeginn. Als sich Engpässe abzeichneten, startete die THE eine Notfallausschreibung, um zusätzliches Gas zu sichern. Die Auktion brachte 21.300 Megawatt für Ende Februar und 15.000 Megawatt für Anfang März ein.
Die Kosten für das Notfallgas lagen höher als in früheren Langfristausschreibungen. Dennoch blieb die Rechnung von 60 Millionen Euro unter den Befürchtungen – einige Experten hatten mit einem dreistelligen Millionenbetrag gerechnet. Zusammen mit früheren Maßnahmen belaufen sich Deutschlands Gesamtausgaben für die winterliche Energiebilanzierung nun auf über 100 Millionen Euro.
Reiche betont weiterhin, der Markt könne die Versorgungssicherheit gewährleisten. Doch die niedrigen Speicherstände und steigenden Kosten deuten auf wachsenden Druck für die Auffüllpläne im nächsten Jahr hin. Um die Reserven für 2026/2027 wieder aufzubauen, könnte Deutschland etwa 50 Prozent mehr Gas benötigen als im vergangenen Sommer – eine Herausforderung, wie sie seit der Energiekrise 2021/22 nicht mehr aufgetreten ist.
Die Notfallausschreibung hat zwar Gas für die kommenden Wochen gesichert, allerdings zu einem hohen Preis. Die Verbraucher werden die Zusatzkosten über einen Aufschlag tragen, während die Regierung für ihre Marktabhängigkeit kritisiert wird. Mit Speicherständen nahe historischen Tiefstwerten rückt nun die Wiederauffüllung der Reserven für den nächsten Winter in den Fokus – eine Aufgabe, die deutlich mehr Gas erfordern wird als in den Jahren zuvor.
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