Lokale Apotheken kämpfen um Überleben: Warum das ApoVWG die Branche spaltet
Lokale Apotheken kämpfen um Überleben: Warum das ApoVWG die Branche spaltet
Die Kritik am Apothekenversorgungs-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) wird unter Apotheken und den Bundesländern immer lauter. Kürzlich traf Hessens Staatssekretärin für Gesundheit, Dr. Sonja Optendrenk, mit Noweda-Chef Dr. Michael Kuck zusammen, um über die finanziellen Belastungen und regulatorischen Herausforderungen zu sprechen, denen lokale Apotheken gegenüberstehen. Beide betonten, wie dringend faire Vergütungen und stabile Finanzierung nötig sind, um diese unverzichtbaren Gesundheitsversorger zu erhalten.
Optendrenk warnte, dass ohne verlässliche Einnahmen die wirtschaftliche Existenz vieler Apotheken auf dem Spiel stehe – besonders angesichts weiter steigender Kosten.
Das Treffen im Noweda-Verteilzentrum in Langgöns konzentrierte sich auf die finanzielle Notlage der Apotheken. Optendrenk hob hervor, dass diese oft erste Anlaufstelle für medizinische Beratung seien, gerade in ländlichen Regionen. Ihre Rolle bei der Patientenberatung, Arzneimittelsicherheit sowie bei Dienstleistungen wie Impfungen und Diagnostik leiste einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Gesundheitsversorgung.
Hessen und andere Bundesländer haben im Bundesrat gegen das ApoVWG Stellung bezogen. Sie lehnten Pläne für ein Modell der "Apotheke ohne Apotheker" ab und forderten angepasste Gebühren, die die gestiegenen Ausgaben widerspiegeln. Kuck argumentierte, dass stationäre Apotheken und Großhändler strengeren Auflagen unterlägen als Online Apotheken, gleichzeitig aber ein breiteres Leistungsspektrum böten. In den vergangenen fünf Jahren habe der Marktanteil der Online Apotheken von 15 auf über 25 Prozent zugelegt – getrieben durch schnellere Lieferungen und hohe Kundenzufriedenheit.
Auch Online Apotheken müssen Vorgaben wie temperaturgeführte Logistik, GPS-nachverfolgbare Sendungen und stichprobenartige Qualitätskontrollen einhalten – Standards, die stationäre Apotheken ebenfalls erfüllen. Kuck betonte jedoch, dass lokale Apotheken trotz dieser Auflagen einen größeren Beitrag zur Gesundheitsversorgung vor Ort leisteten, dabei aber mit engeren finanziellen Spielräumen kämpften.
Optendrenk bezeichnete die Thematik als demokratische Frage: Ein sicherer Zugang zu Medikamenten sei grundlegend für eine funktionierende Gesellschaft. Sie forderte eine gestärkte Festvergütung für Apotheken, um deren wirtschaftliche Stabilität zu sichern und die flächendeckende Gesundheitsversorgung zu erhalten.
Die Gespräche zwischen hessischen Gesundheitsvertretern und Noweda unterstreichen den Druck, unter dem lokale Apotheken stehen, um überlebensfähig zu bleiben. Ohne fairere Vergütung und gleiche Wettbewerbsbedingungen könnte ihre Fähigkeit, Gemeinden – besonders in weniger städtischen Regionen – zu versorgen, weiter schwinden.
Unterdessen wächst der Einfluss der Online Apotheken und verändert, wie Patient:innen in Deutschland an verschreibungspflichtige Medikamente gelangen. Die Debatte über Regulierung, Finanzierung und Servicequalität wird voraussichtlich anhalten, während die Politik das ApoVWG überprüft.
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