Apotheker protestiert gegen "Schlag ins Gesicht" durch Krankenkassenreform
Apotheker protestiert gegen "Schlag ins Gesicht" durch Krankenkassenreform
Ein Apotheker aus Niedersachsen hat die Politik der Regierung bei der Handhabung der Krankenkassenmittel scharf kritisiert. Frank-Martin Welzig, Inhaber der Hils-Apotheke in Delligsen, bezeichnete den aktuellen Entwurf zur Apothekenreform als "Schlag ins Gesicht" für den gesamten Berufsstand. Seine Verärgerung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das deutsche gesetzliche Krankenversicherungssystem für das vergangene Jahr einen Überschuss von 3,5 Milliarden Euro vermeldete.
Welzig hatte sich kürzlich in einem Brief an Gesundheitsministerin Nina Warken gewandt, um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen. Er argumentierte, dass Apotheken durch Rabattverträge maßgeblich zum Überschuss beigetragen hätten, dafür aber keine angemessene Vergütung erhielten. In den letzten fünf Jahren stieg die feste Apothekengebühr pro Rezept nur minimal – von 7,62 Euro im Jahr 2021 auf 8,54 Euro im Jahr 2025, jährlich angepasst an den ABDA-Index.
Die Bundesapothekerkammer (ABDA) fordert nun eine Reform, die die feste Gebühr auf mindestens 10 Euro anheben soll. Zudem setzen sie sich für höhere Zuzahlungen der Patienten und eine Entkopplung der Arzneimittelpreise von der Apothekenfinanzierung ein. Laut ABDA bringen steigende Personalkosten und Betriebskosten viele Apotheken an den Rand ihrer Belastbarkeit.
Der GKV-Spitzenverband, der Dachverband der gesetzlichen Krankenkassen, hingegen behauptet, dass der Überschuss von 3,5 Milliarden Euro nicht ausreiche, um die Rücklagen wieder aufzubauen. Die Apotheken hingegen kämpfen mit wachsendem Arbeitsaufwand, Verwirrung bei Patienten durch häufige Medikamentenwechsel und zunehmender Frustration über das, was sie als unzureichende Unterstützung empfinden.
Der Streit offenbart die Spannungen zwischen Apotheken und Krankenkassen. Welzigs Protest steht exemplarisch für die weitverbreitete Unzufriedenheit in der Branche – sowohl bei der Finanzierung als auch bei der Arbeitsbelastung. Ohne eine Erhöhung der festen Gebühr fühlen sich die Apotheken trotz ihrer Rolle bei der Generierung von Einsparungen abgehängt.
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