Zukunftstag in Brandenburg: AfD-Ausschluss löst Streit über Extremismus-Einstufung aus
Amelie KrausZukunftstag in Brandenburg: AfD-Ausschluss löst Streit über Extremismus-Einstufung aus
Brandenburgs Zukunftstag bietet fast 1.000 Praktikumsplätze für Schüler ab der siebten Klasse
Beim jährlichen Zukunftstag in Brandenburg können Schülerinnen und Schüler ab der siebten Klasse in diesem Jahr fast 1.000 eintägige Praktikumsplätze nutzen, um mögliche Berufsfelder kennenzulernen. Doch die diesjährige Auflage sorgt für Kontroversen, nachdem die AfD-Fraktion als Anbieter ausgeschlossen wurde.
Der Ausschluss erfolgte, nachdem die Partei 2023 vom Brandenburgischen Verfassungsschutz offiziell als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft worden war.
Ursprünglich war die AfD-Fraktion noch in der Liste der Anbieter für den Zukunftstag 2026 aufgeführt gewesen. Die Organisatoren strichen sie jedoch nach einer Überprüfung der Extremismus-Einstufung. Das Bildungsministerium des Landes verteidigte die Entscheidung als rechtmäßig und verwies darauf, dass sie bereits zweimal von Verwaltungsgerichten bestätigt worden sei.
Der Brandenburgische Verfassungsschutz hatte die AfD im Mai 2023 erstmals als "gesicherten Fall rechtsextremistischer Bestrebungen" eingestuft. Ein Gericht bestätigte diese Einordnung 2024 und verlängerte sie bis 2026. Ähnliche Entscheidungen gibt es in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, während der Bundesverfassungsschutz die gesamte AfD im Mai 2025 als extremistisch einordnete.
Die AfD-Fraktion kritisierte den Ausschluss als unbegründet und behauptete, sich zweimal registriert zu haben, nur um beide Male gelöscht zu werden. Im Vorjahr war die Partei noch zugelassen worden, als sie lediglich als Verdachtsfall galt – nicht jedoch als gesicherte extremistische Organisation. Nun prüft die Fraktion weitere rechtliche Schritte und hat bereits gegen die Extremismus-Einstufung Klage erhoben.
Unterdessen läuft die Anmeldung für andere Anbieter des Zukunftstags weiter. Unternehmen, Organisationen und öffentliche Einrichtungen können weiterhin über eine Online-Plattform Praktikumsplätze anbieten.
Die AfD bleibt vom Brandenburgischen Zukunftstag ausgeschlossen, nachdem ihre Extremismus-Einstufung bestätigt wurde. Das Bildungsministerium betont, die Entscheidung entspreche den gesetzlichen Vorgaben und früheren Gerichtsurteilen. Die Partei hingegen sieht in der Ablehnung politische Motive und kündigt an, weitere juristische Mittel einzulegen.






