25 March 2026, 08:01

BN Ottobeuren kämpft 2023 gegen Lichtverschmutzung und ehrt langjährige Mitglieder

Langzeitaufnahme einer nächtlichen Stadtstraße mit Lichtspuren auf der Straße, beleuchteten Pflanzen, Pfählen, Lichtern und Gebäuden vor einem dunklen Himmel.

BN Ottobeuren kämpft 2023 gegen Lichtverschmutzung und ehrt langjährige Mitglieder

Jahresversammlung des BN Ottobeuren 2023: Kampf gegen Lichtverschmutzung im Fokus

Die Jahresversammlung des Bund Naturschutz (BN) Ottobeuren fand 2023 statt und widmete sich vorrangig der Bekämpfung von Lichtverschmutzung. Robert Blasius, Vertreter der Initiative "Wächter der Nacht", hielt einen Vortrag über die schädlichen Auswirkungen übermäßiger künstlicher Beleuchtung. Zudem wurden langjährige Mitglieder für ihr Engagement innerhalb der Organisation geehrt.

BN-Kreisvorsitzender Martin Schweiger eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßung der Anwesenden. Unter ihnen befand sich Wendelin Schindele, der für seine Arbeit im Kräutergarten seit 1998 ausgezeichnet wurde. Als "Architekt" des Projekts erhielt er ein Poster und einen Präsentkorb. Weitere Mitglieder mit über 40-jähriger Treue wurden mit Urkunden und silbernen Anstecknadeln gewürdigt.

In seinem Vortrag betonte Blasius, wie schlecht geplante Beleuchtung natürliche Rhythmen stört – mit Folgen für Mensch und Tier. Satellitenaufnahmen zeigten, dass die Nachtseite der Erde von leuchtenden Städten und Küstenregionen dominiert wird. Entgegen der verbreiteten Annahme argumentierte er, dass übermäßige nächtliche Beleuchtung die Sicherheit nicht erhöht, da die meisten Straftaten am Tag verübt werden.

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Die Initiative "Wächter der Nacht", die sich dem Kampf gegen Lichtsmog verschrieben hat, ist mittlerweile international aktiv. Sie arbeitet mit Organisationen wie der International Dark-Sky Association (IDA) zusammen und führt Kampagnen in Europa und Nordamerika durch. Zu den zentralen Projekten zählt die "Dark Sky Europe"-Kartierung, die bis 2024 über 50 geschützte Gebiete in Deutschland, Frankreich und Italien identifizierte. Das Programm "Keine Blaue Stunde" zielt darauf ab, bis 2025 in zehn bayerischen Gemeinden die Straßenlaternen umzurüsten und so die Himmelsaufhellung um 40 Prozent zu reduzieren. Zudem laufen Kooperationen, um in den Alpen UNESCO-Sternenparks einzurichten.

Die Versammlung unterstrich die wachsende Sorge um Lichtverschmutzung und ihre ökologischen Folgen. Blasius' Vortrag machte die Notwendigkeit nachhaltiger Beleuchtungskonzepte deutlich, während die Projekte der Initiative konkrete Verbesserungen anstreben. Die Ehrung verdienter Mitglieder hob zugleich den langjährigen Gemeinschaftsbeitrag der Organisation hervor.

Quelle