Spritpreise explodieren: Warum Deutschland jetzt Rekordhöhen erreicht
Spritpreise in Deutschland erreichen Rekordhochs nach Eskalation des Iran-Konflikts
Die Spritpreise in Deutschland haben nach der Zuspitzung des Iran-Konflikts neue Höchststände erreicht. Bis zum 18. März 2026 stieg der Preis für Super E10 auf 2,04 Euro pro Liter, während Diesel auf 2,17 Euro kletterte – ein Anstieg um 43 Cent innerhalb von nur zwei Wochen. Politiker fordern nun dringende Maßnahmen, um die finanzielle Belastung für Autofahrer und Unternehmen zu verringern.
Der starke Preisanstieg hat Forderungen nach staatlichem Eingreifen ausgelöst. Özlem Ünsal, Bremens Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung, verlangt schnelle Schritte von der Bundesregierung. Sie plädiert dafür, dass Unternehmen, die von der Krise profitieren, eine Übergewinnsteuer zahlen sollen – ähnlich der Abgabe, die während des Ukraine-Kriegs eingeführt wurde.
Bremen hat gemeinsam mit Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg einen Antrag eingereicht, der die Bundesregierung zum Handeln auffordert. Der Vorschlag sieht vor, die Steuereinnahmen in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren, etwa durch günstigere Buspreise, bessere Bahnverbindungen und den Ausbau der E-Mobilitätsinfrastruktur.
Trotz des drastischen Preisanstiegs hat die Bundesregierung bisher keine konkreten Schritte wie Steuererleichterungen umgesetzt. Andere EU-Länder wie Italien haben bereits per Dekret die Verbrauchsteuern gesenkt und erwarten dadurch einen Preisrückgang um 25 Cent. Die Slowakei hat sogar den Notstand für Kraftstoffe ausgerufen und Kaufbeschränkungen verhängt, um die Versorgung zu stabilisieren.
In Deutschland liegen die Spritpreise weiterhin über dem EU-Durchschnitt, wobei der Dieselpreis stärker steigt als in den Nachbarländern. Die Bundesregierung hat zwar Pläne angekündigt, die Preisanpassungen an Tankstellen zu begrenzen und die Kontrolle des Großhandelsmarkts zu verschärfen, doch eine sofortige Entlastung bleibt aus.
Der Druck auf die Bundesregierung wächst, da die hohen Spritkosten Haushalte und Unternehmen weiter belasten. Sollte die Übergewinnsteuer eingeführt werden, könnten die Einnahmen in den Ausbau des Verkehrs fließen und die finanzielle Not lindern. Bis dahin müssen Autofahrer jedoch mit einigen der höchsten Preise Europas leben – ohne Aussicht auf kurzfristige Besserung.






