Mario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Rätselhafte Nominierungen" vor der WM
Ella HuberMario Basler attackiert Nagelsmann und DFB: "Rätselhafte Nominierungen" vor der WM
Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat den Bundestrainer Julian Nagelsmann und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf kritisiert. Die jüngsten Nominierungen von Spielern wie Antonio Rüdiger und Leroy Sané bezeichnete er als "rätselhafte Entscheidungen". Baslers Äußerungen fallen zusammen mit seinem Entschluss, dem DFB die finanzielle Unterstützung zu entziehen, indem er seine Mitgliedschaft in der UEFA-Pro-Lizenz kündigte.
Besonders unverständlich findet Basler, dass Nagelsmann weiterhin bestimmte Spieler für die Nationalmannschaft berücksichtigt. Vor allem Rüdiger und Sané stellte er infrage – sowohl deren aktuelle Form als auch ihren Beitrag zum Mannschaftserfolg. Seine Frustration geht jedoch über die Personalentscheidungen hinaus: Von der anstehenden WM erhofft er sich kaum noch etwas von der deutschen Mannschaft.
Der Ex-Mittelfeldspieler ging noch einen Schritt weiter und spekulierte, Nagelsmann könnte nach dem Turnier von seinem Amt zurücktreten. Seine Aussagen spiegeln eine tiefgreifende Enttäuschung über die aktuelle Führung des DFB wider.
Sanés jüngste Leistungen bei Galatasaray zeigen eine Wende in seiner Karriere. In der Champions-League-Saison 2025/26 kam er zwischen September 2025 und März 2026 in mindestens zehn Spielen zum Einsatz, darunter auch in den K.-o.-Partien am 10. und 18. März 2026. Zwar blieb seine Torausbeute ungenannt, doch steuerte er in wichtigen Begegnungen Vorlagen bei. Dies steht im Kontrast zu seiner Zeit beim FC Bayern München, wo er in mehreren Spielzeiten auf 21 Champions-League-Einsätze (14-mal in der Startelf) kam und dabei sechs Tore erzielte – darunter ein Treffer beim 6:2-Sieg gegen Salzburg im November 2020. Der Unterschied liegt vor allem in der regelmäßigeren Spielpraxis bei Galatasaray, auch wenn sich daraus kein klarer Rückschluss auf eine gesteigerte Torgefährlichkeit ziehen lässt.
Mit der Kündigung seiner UEFA-Pro-Lizenz hat Basler nun auch formal den Bruch mit dem DFB vollzogen – sowohl professionell als auch finanziell.
Seine Kritik setzt Nagelsmann vor der WM zusätzlich unter Druck. Die Personalentscheidungen des Trainers und dessen Zukunft im Amt stehen nun noch stärker in der öffentlichen Diskussion. Gleichzeitig bleibt Sanés Rolle in der Nationalmannschaft umstritten, trotz seiner konstanten Einsätze auf Vereinsebene. Die Folgen von Baslers Aussagen könnten in den kommenden Monaten das Ansehen der DFB-Führung in der Öffentlichkeit prägen.






