FDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Amelie LangFDP-Chefin Daniela Schmitt tritt nach Wahldebakel in Rheinland-Pfalz zurück
Daniela Schmitt, Vorsitzende der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Rheinland-Pfalz, ist als Landesparteichefin zurückgetreten. Der Schritt folgt auf das enttäuschende Abschneiden der Partei bei der jüngsten Landtagswahl, bei der sie nur 2,1 Prozent der Stimmen erhielt. Damit verfehlt die FDP zum zweiten Mal seit 2011 den Einzug in den Landtag.
Schmitt hatte im April 2025 den Landesvorsitz übernommen, nach einer Phase innerparteilicher Turbulenzen. Ihr Vorgänger Volker Wissing hatte das Amt bereits verlassen, und der unerwartete Tod des FDP-Justizministers Herbert Mertin löste einen internen Machtkampf aus. Vor ihrer politischen Karriere arbeitete sie als Regionaldirektorin bei der Volksbank Mainz und trat in ihren frühen Dreißigern der FDP bei.
Bei der Landtagswahl 2021 führte Schmitt die FDP zu 5,5 Prozent der Stimmen und sicherte der Partei damit einen Platz in der Koalitionsregierung. Die Liberalen regierten zunächst gemeinsam mit der SPD unter Malu Dreyer und den Grünen. 2022 verließ die FDP die Koalition jedoch, woraufhin SPD und Grüne bis 2026 allein weiterregierten. In dieser Zeit amtierte Schmitt als Ministerin für Wirtschaft und Verkehr.
Nach dem jüngsten Wahldebakel kündigte Schmitt an, bei der anstehenden Vorstandswahl am 9. Mai nicht mehr zu kandidieren. Stattdessen schlug sie vor, ein neues Team zu wählen, das die Partei in die Zukunft führen solle. Trotz der Niederlage betonte sie, die FDP bleibe eine starke liberale Stimme und werde sich darum bemühen, das Vertrauen der Wähler von außerhalb des Parlaments zurückzugewinnen.
Schmitts Rücktritt fällt in eine Phase, in der die FDP auf ihrem Landesparteitag eine neue Führung wählen wird. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, nach dem Verlust der parlamentarischen Vertretung wieder an Unterstützung zu gewinnen. Ihr Abschied markiert das Ende einer kurzen, aber bewegten Amtszeit an der Spitze der rheinland-pfälzischen FDP.






