Wiesbadens Fastnachtszug verliert Zugen(d)te nach Rechtsstreit mit Mainz 05
Amelie KrausWiesbadens Fastnachtszug verliert Zugen(d)te nach Rechtsstreit mit Mainz 05
Wiesbadens traditioneller Fastnachtssonntagszug erlebt in diesem Jahr eine kleine, aber bemerkenswerte Änderung: Der Schlusswagen, lange bekannt als Zugen(d)te, wird nach einem Rechtsstreit mit Mainz 05 umbenannt. Die Figur selbst bleibt erhalten – doch Name und Beschriftung müssen verschwinden.
Fast 20 Jahre lang bildete der Wagen den Abschluss der Wiesbadener Fastnachtsfeiern. Sein Name und Design orientierten sich an der Zugen(d)te aus Mainz, einer dort als Marke geschützten Figur der Nachbarstadt. Doch in diesem Jahr reichte Hannsgeorg Schönig, Präsident des Mainz 05 Carneval-Vereins, Beschwerde wegen der Namensnutzung ein.
Die Erbauer des Wagens gaben nun noch ein weiteres Problem zu: Die Tierfigur stellt überhaupt keine Ente dar, sondern ähnelt vielmehr einer Gans. Folglich wird der Schlusswagen künftig Gans am End heißen – die Gans zum Schluss – behält aber die gleiche Figur bei.
Guntram Eisenmann, künstlerischer Leiter der Dacho-Gruppe, die für den Wagen verantwortlich ist, bestätigte, dass die Beschriftung entfernt wird. Die Änderung soll weiteren Konflikten mit Mainz 05 aus dem Weg gehen, ohne die langjährige Wiesbadener Tradition zu gefährden.
Der umbenannte Wagen wird den Umzug wie seit Jahrzehnten abschließen. Der Streit zeigt, wie wichtig markenrechtlich geschützte Karnevalssymbole selbst bei lokalen Feiern sind. Wiesbadens Lösung bewahrt die Tradition – und achtet zugleich die rechtlichen Ansprüche der Mainz 05 Seite.
Wiesbaden's 'Gans am End' Closes Fastnacht Parade Despite Police Stop
The renamed 'Gans am End' wagon successfully closed Wiesbaden's Fastnachtssonntagumzug on February 15 despite a police stop after 300 metres due to a defective barrier. The event proceeded without major disruption: 'The parade has not been deterred,' organisers confirmed. Over 350,000 spectators watched the 77-year DACHO anniversary procession, which featured 5,000 participants across 178 entries.






