Widersprüche in Backhaus' Aussagen: Was der tote Buckelwal wirklich überlebte
Ella HuberWidersprüche in Backhaus' Aussagen: Was der tote Buckelwal wirklich überlebte
Interne Dokumente werfen Fragen zu den Aussagen von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus über einen toten Buckelwal auf. Die vom Sender des Wals gesammelten Daten haben unter Fachleuten eine Debatte ausgelöst.
Laut den Aufzeichnungen legte das Tier nach seiner Freilassung 215 Kilometer in gerader Linie zurück. Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund, stellte fest, dass der Wal in den ersten vier Stunden nach der Freilassung nur einmal abtauchte.
Till Backhaus behauptete, Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hätten die Senderdaten persönlich ausgelesen. Tatsächlich hatte jedoch eine private Rettungsinitiative lediglich einen Link zu den Daten bereitgestellt. Baschek äußerte Zweifel an den Angaben des Ministers zu mehrtägigen Tauchmustern des Wals.
Fachleute wiesen zudem darauf hin, dass die vorliegenden Daten unvollständig seien. Das verwendete Gerät vom Typ Splash10-F könne weitaus mehr Informationen aufzeichnen und übermitteln, als tatsächlich erfasst wurden. Die vorliegenden Bewegungsdaten lassen keine Rückschlüsse darauf zu, ob der Wal bis zum 6. oder 7. Mai nach seiner Freilassung überlebte.
Die Unterlagen deuten auf Widersprüche in den Aussagen des Ministers hin. Die begrenzten Senderdaten lassen Fragen zum Verhalten und Überleben des Wals offen. Experten werten die Erkenntnisse weiterhin aus, um weitere Klarheit zu gewinnen.






