Warum Wälder und Moore bald als kritische Infrastruktur gelten müssen
Ein neuer Bericht unterstreicht die dringende Notwendigkeit, den Begriff der kritischen Infrastruktur neu zu definieren, um natürliche Systeme einzuschließen. Seen, Wälder und Moore genießen derzeit trotz ihrer entscheidenden Rolle beim Schutz von Gemeinden vor Extremereignissen kaum Schutzmaßnahmen. Das Gremium warnt, dass die Vernachlässigung dieser Ökosysteme Versorgungsengpässe verschärfen und globale Sicherheitsrisiken erhöhen könnte.
Bisher konzentriert sich der Großteil der kritischen Infrastruktur auf Straßen, Schienennetze und Energienetze. Der Bericht plädiert dafür, dass natürliche Infrastruktur denselben Status und Schutz erhalten sollte. Dazu gehöre die landesweite Erfassung zentraler Gebiete sowie der Aufbau von Frühwarnsystemen, um den Rückgang von Ökosystemen zu überwachen.
Der Umstieg auf erneuerbare Energien wie Solar- und Windkraft wird sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus ökologischer Sicht empfohlen. Höhere Investitionen in Erneuerbare und den öffentlichen Nahverkehr gelten als entscheidend, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Kürzungen bei Klimaprojekten würden die Unterstützung für lokale Biodiversitätsinitiativen entziehen – mit negativen Folgen für die globale Stabilität.
Der Bericht fordert zudem, das Bewusstsein für Umweltrisiken in die militärische Ausbildung zu integrieren. Der Nationale Sicherheitsrat wird aufgefordert, den Schutz natürlicher Infrastruktur vorrangig zu behandeln. Entwicklungspolitische Maßnahmen sollten lokale Verantwortungsträger befähigen, Ökosystem-Schutzmaßnahmen zu stärken – etwa nach dem Vorbild der Coral Triangle Initiative.
Ökosysteme wirken als natürliche Puffer gegen Hitzewellen, Pandemien und andere Extremereignisse. Ihre Einstufung als kritische Infrastruktur würde sie in den zivilen Katastrophenschutz einbinden. Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, schwere Störungen zu verhindern und langfristige Widerstandsfähigkeit zu sichern.
