Inflation in Deutschland sinkt auf 2,3 Prozent – doch nicht alle Preise fallen
Amelie KrausInflation in Deutschland sinkt auf 2,3 Prozent – doch nicht alle Preise fallen
In Deutschland sind die Verbraucherpreise im Juni 2023 zum sechsten Mal in Folge gesunken. Die jährliche Inflationsrate verlangsamte sich auf 2,3 Prozent – ein Rückgang gegenüber 2,6 Prozent im Mai. Damit setzt sich die anhaltende Abschwächung der Teuerung im Land fort.
Von Mai auf Juni 2023 gingen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent zurück. Dennoch gab es in einigen Bereichen Preisanstiege. Die Energiepreise stiegen im Vergleich zu Juni 2022 um 3,4 Prozent, was vor allem auf die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen ist.
Auch die Lebensmittelpreise erhöhten sich leicht um 0,4 Prozent im Jahresvergleich. Deutlich stärker legten die Dienstleistungskosten zu: Sie kletterten im gleichen Zeitraum um 3,1 Prozent. Die Kerninflation, die ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise berechnet wird, blieb hingegen stabil bei 2,5 Prozent.
Insgesamt zeigt sich eine Entspannung beim Preisdruck in Deutschland. Energie und Dienstleistungen bleiben die wichtigsten Inflationstreiber, während sich der Anstieg der Lebensmittelpreise abschwächt. Die Zentralbank wird diese Entwicklungen in den kommenden Monaten voraussichtlich genau beobachten.
