23 March 2026, 16:01

Waffenfund an deutsch-polnischer Grenze: Drei Männer in Polizeigewahrsam

Brauner Karton mit einem blauen Aufkleber, auf dem der Text 'Polizei Politique Sûreté de l'État' und ein Auge-Symbol in der Mitte steht.

Waffenfund an deutsch-polnischer Grenze: Drei Männer in Polizeigewahrsam

Bundespolizisten haben bei einer routinemäßigen Grenzkontrolle auf der Autobahn A12 einen Waffen- und Gefahrgutfund gemacht. Die Entdeckung erfolgte an der deutsch-polnischen Grenze, wo die vorübergehenden Kontrollen kürzlich verlängert wurden. Drei Männern drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen des Fundes, zu dem Klingen, eine Signalpistole und Bargeld gehörten.

Der Vorfall ereignete sich, als Beamte einen Pkw stoppten, der auf der A12 in Richtung polnischer Grenze unterwegs war. Im Fahrzeug befanden sich ein 35-jähriger Fahrer sowie zwei Mitfahrer im Alter von 20 und 21 Jahren. Bei der Durchsuchung wurden ein Schwert, eine Machete, drei Messer, ein Schlagstock und ein Schlagring sichergestellt. Zudem beschlagnahmten die Beamten eine Signalpistole, zwei Tiersprühdosen zur Abwehr und 12.000 Euro in bar.

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Die Behörden haben Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz eingeleitet. Der 21-jährige Mitfahrer war der Polizei bereits bekannt. Alle Gegenstände wurden als Beweismittel beschlagnahmt, den dreien drohen nun mögliche Anklagen.

Die Grenzkontrollen, bei denen der Fund gemacht wurde, waren erstmals im Oktober 2023 eingeführt worden. Ursprünglich sollten sie bis April 2026 gelten, doch nun ist eine Verlängerung bis September wahrscheinlich. Diese Kontrollen führen zu Verzögerungen für etwa 13.800 polnische Pendler, die täglich nach Brandenburg fahren, sowie für 4.100, die nach Berlin unterwegs sind. Zudem überqueren jährlich über 3,5 Millionen Lkw die Grenze, was die Staus verschärft. Seit Beginn der Kontrollen gab es keine ähnlichen Waffenfunde, allerdings sind unzusammenhängende Verkehrsbehinderungen – wie etwa die geplanten österreichischen Lkw-Blockaden auf der Inntalautobahn A12 – an bestimmten Terminen Ende 2026 zu erwarten.

Die beschlagnahmten Waffen und das Bargeld bleiben vorerst in Polizeigewahrsam, während die Ermittlungen andauern. Die vorübergehenden Grenzkontrollen auf der A12 werden voraussichtlich mindestens ein weiteres Jahr bestehen bleiben und damit tausende Pendler und Gütertransporte täglich beeinträchtigen. Die Behörden sehen derzeit keinen Zusammenhang zwischen dem Fund und übergeordneten Sicherheitsbedrohungen.

Quelle