Volle Altglascontainer im Landkreis Fürth sorgen für Bürgerproteste und Lösungsversuche
Amelie KrausVolle Altglascontainer im Landkreis Fürth sorgen für Bürgerproteste und Lösungsversuche
Anwohner im Landkreis Fürth sahen sich Ende Mai mit überquellenden Altglascontainern und Bergen weggeworfener Flaschen konfrontiert – eine Situation, die bei Bürgern, Kommunalbehörden und Abfallwirtschaftsverantwortlichen für Frust sorgte.
Ursache des Problems sind Verzögerungen bei der Leerung der Container, die nicht von den kommunalen Entsorgungsdiensten, sondern von den sogenannten Dualen Systemen verwaltet werden. Diese organisieren im Rahmen des deutschen Verpackungsgesetzes die Sammlung von Verpackungen und werden von Herstellern und Händlern finanziert, die ihre Verpackungen dort lizenzieren lassen müssen.
Das für die Entleerung zuständige Nürnberger Unternehmen Kühl Entsorgung & Recycling Süd GmbH hat zugesagt, den Service ab dem 1. Juni zu verbessern. Geplant sind unter anderem eine Verdopplung der Leerungsintervalle, um den Rückstau abzubauen, sowie der Einsatz zusätzlicher Container an stark frequentierten Standorten – während an weniger genutzten Stellen teilweise Behälter abgebaut werden sollen.
Die Kreisverwaltung zeigte Verständnis für die Verärgerung der Bürger über die vollen Container und betonte, dass die Verantwortung für die Altglasentsorgung bei den Dualen Systemen liege – nicht beim Landkreis selbst. Das Abfallwirtschaftsamt arbeitet nun mit den zuständigen Landesbehörden zusammen, um weitere Schritte zu prüfen. Im Umwelt- und Verkehrsausschuss soll das Thema am 25. Juni beraten werden.
Mit den angekündigten Maßnahmen will das Unternehmen die Verzögerungen beheben und künftige Überlastungen verhindern. Der Landkreis bleibt in Abstimmung mit den beteiligten Stellen, um die Problematik zu lösen. Eine offizielle Aussprache zur Thematik ist noch in diesem Monat vorgesehen.






