25 June 2026, 00:00

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – Deutsche Bischofskonferenz bleibt enttäuscht

Deutschland: Vatikan lehnt Anfrage für Laienpredigten ab und löst Widerstand bei Laiengruppen aus

Vatikan lehnt Laienpredigten ab – Deutsche Bischofskonferenz bleibt enttäuscht

Der Vatikan hat einen Antrag der deutschen Bischofskonferenz abgelehnt, Laien die Haltung von Predigten während der Messe zu gestatten. Die Entscheidung folgt auf einen offiziellen Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz, der um Erlaubnis für Laienpredigten in Ausnahmefällen bat.

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Die deutsche Bischofskonferenz hatte beantragt, Laien das Predigen an Sonn- und Feiertagsmessen zu ermöglichen, sofern pastorale Notwendigkeiten dies erfordern. Dieser Antrag war Teil des umfassenderen „Synodalen Wegs“, in dessen Rahmen Laiengruppen eine stärkere Einbindung in liturgische Aufgaben fordern.

Kardinal Arthur Roche, Präfekt des Dikasteriums für Gottesdienst und Sakramentendiszplin, lehnte den Antrag ab. Er betonte, dass die Predigt von einem Priester oder Diakon gehalten werden müsse, da sie mit dem Wesen der Liturgie verbunden sei und nicht nur disziplinarischen Regeln unterliege. Das Kirchenrecht (Codex Iuris Canonici) sieht bereits vor, dass nur geweihte Amtsträger die Predigt halten dürfen.

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDF) kritisierte die Haltung des Vatikans scharf. Die Organisation warf der Kirche vor, Frauen weiterhin von zentralen liturgischen Aufgaben auszuschließen. Irme Stetter-Karp, Vorsitzende des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), erklärte, Laienverbände würden gemeinsam mit den deutschen Bischöfen weiter auf Veränderungen drängen.

Die Deutsche Bischofskonferenz hat die Ablehnung durch den Vatikan zur Kenntnis genommen. Die am Synodalen Weg beteiligten Laienorganisationen kündigten an, sich weiterhin für das Recht auf Laienpredigten einzusetzen. Die Debatte spiegelt die anhaltenden Spannungen zwischen lokalen Reformbestrebungen und der vatikanischen Lehre wider.

Quelle