Ukraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein
Ella HuberUkraine führt verpflichtende Widerstandsausbildung für Schüler und Studierende ein
Das ukrainische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Landesverteidigung durch Bildung und Ausbildung zu stärken. Die Reform führt eine verpflichtende Widerstandsausbildung für Schülerinnen, Schüler und Studierende ein und aktualisiert bestehende Verteidigungslehrgänge. Die Behörden betonen, dass die Änderungen die Krisenbereitschaft des Landes verbessern werden.
Das Gesetz etabliert ein flächendeckendes System zur nationalen Widerstandsausbildung, das alle Schüler und Studierenden unabhängig vom Geschlecht umfasst. Praktische Übungen beinhalten Schießtraining auf militärischen Übungsplätzen und zertifizierten Schießständen. Personen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen, die ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, werden von den praktischen Anteilen befreit.
Auch religiöse Bedenken im Umgang mit Waffen finden Berücksichtigung: Das Gesetz sieht vor, dass Personen, deren Glaubensüberzeugungen den Einsatz von Schusswaffen verbieten, von bewaffneten Ausbildungsmodulen befreit werden können.
Nach den neuen Regelungen müssen Schulen das Fach Grundlagen des nationalen Widerstands in ihren Lehrplan aufnehmen. Der bestehende Kurs Verteidigung der Ukraine wird überarbeitet, um ihn an das aktualisierte Ausbildungskonzept anzupassen. Das Gesetz legt zudem die Pflichten staatlicher Stellen bei der Organisation und Finanzierung des Widerstandsprogramms fest.
Um die Qualität zu gewährleisten, müssen Ausbilder strenge Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sie durchlaufen eine spezielle Ausbildung und Zertifizierung an anerkannten Einrichtungen. Zudem erhält die Luftwaffe die Befugnis, bei Bedarf vorübergehend Ausrüstung und Munition an ausgewählte Ausbildungseinrichtungen zu überstellen.
Ziel der Reform ist es, die Verteidigungsinfrastruktur der Ukraine zu stärken, indem Widerstandsausbildung fest in das Bildungssystem integriert wird. Im ganzen Land sollen Ausbildungszentren eingerichtet werden, um das Programm zu unterstützen. Offizielle Stellen betonen, dass die Maßnahmen die Vorbereitung und Koordination in Notfallsituationen verbessern werden.






