18 March 2026, 18:01

SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein

Weißer Hintergrund mit zentralem schwarzem Text "NYC Housing Preservation & Development" in einer modernen, professionellen Schriftart, umgeben von einem dünnen schwarzen Rand.

SPD im Norden fordert Wohnungsgesellschaft - SPD scheitert mit Plan für landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein

Die SPD in Schleswig-Holstein hat sich für die Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens eingesetzt, um die Wohnungsnot in der Region zu bekämpfen. Ihr Vorschlag sah vor, öffentliches Land zu erschließen und den Bestand an bezahlbarem Wohnraum auszubauen. Doch der Plan stieß in der regierenden Koalition auf Widerstand.

Die Sozialdemokraten argumentierten, ein staatliches Unternehmen würde helfen, bezahlbaren Wohnraum zu sichern – besonders vor dem Hintergrund, dass rund 18.000 geförderte Wohnungen in den kommenden Jahren ihren Status verlieren könnten. Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck betonte die Dringlichkeit der Lage und verwies auf den steigenden Druck auf dem Wohnungsmarkt.

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Die Landesregierung aus CDU, FDP und Grünen lehnte den SPD-Vorschlag jedoch ab. Stattdessen beschloss sie die Einrichtung einer Beratungsagentur für Wohnungsbau. Diese soll den Bau von Wohnraum unterstützen, aber nicht als vollwertiges Landesunternehmen agieren.

Bundesweite Trends zeigen zwar eine leichte Verbesserung: Die Baugenehmigungen stiegen im Januar 2026 um 8,4 Prozent. Dennoch bleibt die Zahl der fertiggestellten Wohnungen gering – im vergangenen Jahr wurden nur 215.000 neue Wohnungen gebaut, weit unter den benötigten 320.000. Bundesweite Programme wie die Umwandlung von Büros in Wohnungen laufen zwar an, doch konkrete Pläne für landeseigene Wohnungsgesellschaften fehlen.

Der SPD-Antrag auf ein staatliches Wohnungsunternehmen wurde abgelehnt, sodass die Beratungsagentur nun die Lösung der Koalition darstellt. Angesichts tausender gefährdeter Sozialwohnungen dürfte die Debatte um bezahlbaren Wohnraum in Schleswig-Holstein weitergehen. Der Fokus der Region liegt künftig auf Beratung statt auf direkter öffentlicher Entwicklung.

Quelle