Siemensstadt Square verdoppelt Wohnraum: 3.750 neue Wohnungen und Innovationscampus geplant
Amelie KrausSiemensstadt Square verdoppelt Wohnraum: 3.750 neue Wohnungen und Innovationscampus geplant
Siemensstadt Square in Berlin stellt überarbeiteten Masterplan vor – fast doppelt so viel Wohnraum
Der Berliner Stadtteil Siemensstadt Square hat einen aktualisierten Masterplan vorgestellt, der die Wohnkapazität nahezu verdoppelt. Die überarbeitete Planung sieht nun Platz für rund 3.750 Wohnungen vor – ergänzt durch neue Schulen, Grünflächen und einen eigenen Innovationscampus. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) bezeichnete den Plan als einen entscheidenden Meilenstein für die Zukunft des Gebiets.
Das 76 Hektar große Areal, dessen Fertigstellung für die 2030er Jahre geplant ist, soll einmal etwa 40.000 Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte beherbergen. Die Bauarbeiten beginnen 2024, das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 4,5 Milliarden Euro – davon 750 Millionen Euro von Siemens. Ein zentrales Element des Projekts ist die Reaktivierung der Siemensbahn, mit der bis Ende 2029 die S-Bahn-Anbindung wiederhergestellt werden soll.
Der aktualisierte Plan reduziert Büroflächen und bündelt gewerbliche Aktivitäten in einem Innovationscampus in der Nähe des künftigen S-Bahnhofs Siemensstadt. Dieser soll sich auf Forschung, Technologie und Start-ups spezialisieren. Zudem sind eine Grundschule für 600 Schülerinnen und Schüler – Baubeginn voraussichtlich Anfang 2027 – sowie zwei Kitas vorgesehen.
Grünflächen, Freizeitzonen und Gewerbegebiete sind in der neuen Planung ebenfalls verankert. Ziel ist es, eine ausgewogene Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Erholung auf dem Gelände zu schaffen.
Mit dem Spatenstich 2024 markiert das Projekt einen wichtigen Schritt bei der Umwandlung von Siemensstadt Square in ein modernes, gemischt genutztes Viertel. Der Ausbau des Wohnraums, die verbesserten Verkehrsanbindungen und der Fokus auf Innovation sollen diesen Teil Berlins in den kommenden zehn Jahren prägen.






