04 April 2026, 10:02

Sachsen-Anhalt plant Job-to-Job-Netzwerk gegen Fachkräfteschwund und Arbeitslosigkeit

Eine Liniengrafik, die die Beschäftigungsquote in den Vereinigten Staaten zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Sachsen-Anhalt plant Job-to-Job-Netzwerk gegen Fachkräfteschwund und Arbeitslosigkeit

Sachsen-Anhalt treibt neuen Ansatz für den Umgang mit tiefgreifenden Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt voran

Strukturelle Umbrüche, angetrieben durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und globale Verschiebungen, zwingen die Beschäftigten im Land zum Umdenken. Die Gewerkschaft IG Metall schlägt nun ein landesweites "Job-to-Job-Netzwerk" vor, um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern den Übergang in neue Tätigkeitsfelder zu erleichtern – noch bevor sie von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Ziel des Vorhabens ist es, den Verlust von Fachkräften zu verhindern, indem Beschäftigte aus schrumpfenden Branchen mit wachsenden Industrien zusammengebracht werden, die dringend Expertise benötigen. Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, betonte, ein moderner Industriestandort dürfe sich nicht auf das bloße Verwalten des Kompetenzschwunds beschränken, sondern müsse Übergänge aktiv gestalten.

Das geplante Netzwerk soll als dauerhafte, strukturierte Plattform fungieren, die Arbeitnehmer mit neuen Perspektiven verbindet. Statt parallele Strukturen aufzubauen, würde es bestehende Instrumente verknüpfen und Arbeitgeber, Gewerkschaften, Behörden, Kammern und Bildungsträger einbinden. Nur wenn alle Beteiligten gleichberechtigt mitwirken, könne das System seine Wirkung entfalten.

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Bevor externe Übergänge in Angriff genommen werden, sollten Unternehmen zunächst interne Lösungen prüfen, um Erfahrung und Spezialwissen im Betrieb zu halten. Der präventive Ansatz des Netzwerks würde nicht nur individuelle Karrierewege sichern, sondern auch regionale Wertschöpfungsketten stabilisieren. Laut IG Metall stärkt dies die industrielle Basis und macht die Region widerstandsfähiger gegen künftige Krisen.

Die Gewerkschaft plant nun Gespräche mit zentralen Akteuren, um ein langfristiges Rahmenwerk zu schaffen. Ziel ist es, den industriellen Wandel sozial verantwortlich zu gestalten und unnötige Arbeitsplatzverluste zu vermeiden. Ohne ein solches System, warnt die IG Metall, drohten wertvolle Kompetenzen verloren zu gehen – mit gravierenden Folgen für die wirtschaftliche Substanz der Region.

Das "Job-to-Job-Netzwerk" würde einen strukturierten Weg bieten, um Beschäftigte rechtzeitig in neue Tätigkeiten zu vermitteln, bevor sie arbeitslos werden. Durch die Vernetzung bestehender Ressourcen und die geforderte Zusammenarbeit aller Seiten soll das System Fachwissen bewahren und die industrielle Stärke Sachsen-Anhalts sichern. Der Vorstoß des Landes spiegelt die größeren Herausforderungen wider, mit denen Regionen angesichts rasanter wirtschaftlicher und technologischer Veränderungen konfrontiert sind.

Quelle