02 April 2026, 10:01

Rückgang der kasachischen Spätaussiedler: Warum immer weniger nach Deutschland kommen

Weltkarte mit Farben, die die Visapolitik von Kasachstan anzeigen, mit der Überschrift "Visapolitik von Kasachstan" unten.

Rückgang der kasachischen Spätaussiedler: Warum immer weniger nach Deutschland kommen

Die Zahl der spätaussiedelnden Kasachen, die nach Deutschland kommen, ist in den letzten 15 Jahren stark zurückgegangen. Anfang der 2000er-Jahre meldeten sich noch jährlich Zehntausende an, doch aktuelle Zahlen zeigen nur noch wenige Tausend pro Jahr. Friedland, das zentrale Anlauf- und Registrierungslager, bearbeitet weiterhin Neuankömmlinge aus Kasachstan und anderen ehemaligen Sowjetrepubliken.

In den frühen 2000er-Jahren verzeichnete Deutschland jährlich über 38.000 spätaussiedelnde Kasachen. Bis 2010 sank diese Zahl dramatisch auf nur noch 508. Der Rückgang hielt an: 2012 wurden lediglich 422 registriert.

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2024 gab es einen leichten Anstieg, als etwa 2.546 kasachische Spätaussiedler erfasst wurden. 2025 bearbeitete Friedland insgesamt 4.238 Personen, darunter 1.079 aus Kasachstan. Weitere Ankünfte in diesem Jahr kamen aus Russland (2.562), der Ukraine (381) und Kirgisistan (80).

Friedland bleibt der zentrale Anlaufpunkt für Spätaussiedler und bietet erste Registrierung sowie Integrationshilfen an. Die Gründe für den langfristigen Rückgang sind nicht vollständig dokumentiert, doch frühere Berichte verweisen auf anhaltende Herausforderungen wie Sprachbarrieren, Schwierigkeiten bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse und wirtschaftliche Probleme, mit denen frühere Zuwanderer konfrontiert waren.

Der stetige Rückgang kasachischer Spätaussiedler spiegelt einen größeren Trend bei der Migration aus ehemaligen Sowjetstaaten wider. Die Zahlen aus Friedland für 2025 bestätigen diese Entwicklung: Weniger als 3.000 Menschen kamen aus Kasachstan und den Nachbarländern. Im Fokus steht weiterhin die Unterstützung der Integration für diejenigen, die weiterhin ankommen.

Quelle