07 May 2026, 22:01

Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen mit neuen Großaufträgen

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Rheinmetall wächst trotz schwacher Quartalszahlen mit neuen Großaufträgen

Rheinmetall verzeichnet gemischte Quartalszahlen, treibt aber Expansionspläne voran

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall hat für das erste Quartal durchwachsene Ergebnisse gemeldet, hält jedoch an seinen ehrgeizigen Wachstumsplänen fest. Zwar stiegen Umsatz und Gewinn, beide blieben aber hinter den Markterwartungen zurück. Gleichzeitig laufen Verhandlungen über neue Aufträge und Übernahmen in Europa und dem Nahen Osten.

Im ersten Quartal 2024 erzielte Rheinmetall einen Umsatz von 1,94 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch das Ergebnis lag rund 330 Millionen Euro unter den Prognosen der Analysten. Der operative Gewinn kletterte zwar um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro, verfehlte jedoch die Erwartungen um 38 Millionen Euro. Nach Bekanntgabe der Zahlen gab die Aktie des Unternehmens um über 2 Prozent nach.

Der Auftragsbestand des Konzerns wuchs indes um 31 Prozent auf 73 Milliarden Euro an – erstmals inklusive Marinesysteme. Für das zweite Quartal rechnet Rheinmetall mit einer besseren Performance, getrieben von Großaufträgen im Bereich militärischer Fahrzeuge und Marinetechnik.

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Die Expansion bleibt zentrales Thema: Das Unternehmen verhandelt mit mehreren Staaten im Nahen Osten über die Lieferung von bis zu zehn Flugabwehrsystemen ab 2025. Zudem plant Rheinmetall gemeinsam mit dem niederländischen Partner Destinus ab Ende 2026 oder Anfang 2027 die Produktion von Marschflugkörpern aufzunehmen. CEO Armin Papperger räumte Verzögerungen in den Gesprächen mit Lockheed Martin über Raketenproduktionsstätten in Deutschland ein, betonte aber, das Projekt bleibe auf Kurs.

Auch im Schiffbau ist Rheinmetall aktiv: Das Unternehmen reichte ein vorläufiges Angebot für die German Naval Yards Kiel ein und prüft den Kauf von Teilen der rumänischen Werft Mangalia. Trotz des schwächeren Quartalsstarts bekräftigte der Konzern seine Ziele für 2026: Ein Umsatz von 14 bis 14,5 Milliarden Euro und eine operative Marge von etwa 19 Prozent.

Trotz des enttäuschenden Jahresauftakts baut Rheinmetall seine Kapazitäten in den Bereichen Verteidigung und Maritetechnik weiter aus. Neue Aufträge in den Sparten Flugabwehr, Marschflugkörper und Schiffbau könnten die Position des Unternehmens in den kommenden Jahren stärken. Die langfristigen Finanzziele bleiben vorerst unverändert.

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