30 April 2026, 08:02

Rekordbeteiligung beim Operettenwettbewerb überrascht mit Trendwende zu klassischen Genres

Plakat für ein Konzert im Chorloge-Theater in Paris, das eine Gruppe von Menschen in bunten Kostümen zeigt.

Rekordbeteiligung beim Operettenwettbewerb überrascht mit Trendwende zu klassischen Genres

10. Internationaler Wettbewerb für junge Operetten- und Musicaldarsteller mit Rekordbeteiligung beendet

Der 10. Internationale Wettbewerb für junge Künstler der Operette und des Musiktheaters ist mit einer noch nie dagewesenen Anzahl an Bewerbungen zu Ende gegangen. Über hundert Teilnehmer aus Russland, Belarus und Usbekistan nahmen in diesem Jahr teil. Erstmals in der Geschichte des Wettbewerbs überstieg die Zahl der Operettenbeiträge die der Musicals – ein bemerkenswerter Wandel in der Entwicklung des Wettbewerbs.

In diesem Jahr verzeichnete der Wettbewerb ein ungewöhnlich hohes Bewerberaufkommen, das Teilnehmer aus Städten wie Minsk und Taschkent neben russischen Künstlern zusammenführte. Die Veranstalter hoben die Vielfalt der Hintergründe hervor, darunter Studierende renommierter Musikakademien, die sich sonst eher auf klassische Formen konzentrieren. Einige der Darsteller entschieden sich dafür, Arien von Komponisten wie Donizetti, Rossini und Mozart zu präsentieren.

Die Jury vergab mehr Preise als in den Vorjahren. Neben den traditionellen Auszeichnungen wurden neue Ehrungen eingeführt, darunter der Preis für das "Erfolgreiche Debüt" sowie eine besondere Anerkennung von Ljudmila Lokaytschuk-Henneberger. Weitere Auszeichnungen kamen vom Russischen Theaterarbeiterverband, dem Verband der Musiktheater und einem Publikumspreis.

Mit 56 Einsendungen lag die Operette diesmal überraschend vor den Musicals, die es auf 50 Beiträge brachten. Diese Trendwende überraschte viele, da das Musiktheater in den letzten Jahren dominierte. Jurymitglied Georgi Isaakjan lobte die herausragenden Operettenauftritte als "wahre Offenbarungen", betonte jedoch, dass das Genre neuen Nachwuchs brauche, um seine Zukunft zu sichern.

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Ein Grand Prix wurde nicht vergeben – eine Entscheidung, die der Tradition des Wettbewerbs entspricht, da diese höchste Auszeichnung bisher nur einmal verliehen wurde. Isaakjan erklärte, die strenge Vorauswahl in der ersten Runde habe dazu geführt, dass nicht alle Teilnehmer gleichermaßen glänzen konnten. Einige Künstler hätten Schwierigkeiten gehabt, ihr Bestes sofort abzurufen.

Maxim Isaakowitsch, ein langjähriger Teilnehmer, stellte fest, dass das Musiktheater in den letzten Jahren die Operette zunehmend in den Schatten gestellt habe. Angesichts des Rückgangs starker Operettendarsteller sei die diesjährige Verschiebung der Zahlen besonders bemerkenswert.

Der Jubiläumswettbewerb erweiterte seine Reichweite, zog ein breiteres Teilnehmerfeld an und führte neue Preise ein. Die unerwartete Dominanz der Operette und das Fehlen eines Grand Prix unterstreichen die sich wandelnde Landschaft der Veranstaltung. Die Rückmeldungen der Jury deuten darauf hin, dass in beiden Genres weiterhin Innovationen gefördert werden sollen.

Quelle