Portugals Radio-Legende Cândido Mota mit 82 Jahren gestorben
Cândido Mota, eine geliebte Stimme des portugiesischen Rundfunks und Fernsehens, ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Der durch seine unverwechselbare Stimme und seine lange Karriere bekannte Moderator erlag nach mehr als zwei Wochen im Krankenhaus Santa Maria in Lissabon seinen Leiden. Seine Beiträge prägten die Bereiche Rundfunk, Schauspiel und bürgerliches Engagement und hinterließen tiefe Spuren in der kulturellen Landschaft des Landes.
Geboren am 28. September 1943 in Espinho, wuchs Mota in einer von Musik und Bühnenkunst geprägten Umgebung auf. Seine Mutter, die Fado-Sängerin Maria Albertina, weckte früh seine Leidenschaft für das gesprochene Wort. Bereits mit 17 Jahren begann er seine Radiolaufbahn beim Rádio Clube Português und wurde schnell für seine markante Stimme bekannt.
Seine tiefen, resonanten Töne wurden ikonisch – besonders als Off-Stimme in den Spielshows von Herman José beim öffentlich-rechtlichen Sender RTP. Später arbeitete er mit José auch für den Privatsender SIC zusammen. Zudem moderierte Mota beliebte Formate wie Em Órbita und O Passageiro da Noite und festigte so seinen Platz in der portugiesischen Medienlandschaft.
Doch Mota war nicht nur Unterhalter, sondern auch ein engagierter Bürger. Als Mitglied der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP) trat er regelmäßig auf der Bühne des 25. April beim Avante!-Festival auf. 2010 teilte er sein Fachwissen in der RTP-Dokumentation On Air: Die Geschichte des Radios in Portugal und blickte auf Jahrzehnte im Medienbusiness zurück.
Die Aufbahrung findet am Montag um 16 Uhr im Bestattungsinstitut der Kirche São João de Deus statt. Die Einäscherung ist für den folgenden Tag in Lissabon vorgesehen.
Präsident António José Seguro gehörte zu den ersten, die Mota ehrten, und betonte, dass dessen Stimme im Gedächtnis der Nation weiterleben werde. Sein Tod markiert das Ende einer Ära für die portugiesischen Medien, in der seine Arbeit im Rundfunk, Fernsehen und öffentlichen Leben Generationen prägte. Das Land nimmt nun Abschied von einem Mann, dessen Stimme und Präsenz zum kulturellen Erbe wurden.






