24 April 2026, 04:01

Pionierin im Männerfußball: Sexistische Attacken gegen Trainerin Marie-Louise Eta

Historische Europakarte während der Schlacht von Leipzig, aufgeteilt in Abschnitte für Europa und Frankreich, mit nummerierten Regionen und beschrifteten geografischen Merkmalen.

Pionierin im Männerfußball: Sexistische Attacken gegen Trainerin Marie-Louise Eta

Marie-Louise Eta, die erste Trainerin in der Geschichte der deutschen Männer-Bundesliga, ist in den vergangenen Tagen mit einer Welle sexistischer Angriffe im Netz konfrontiert worden. Auslöser war ein Social-Media-Beitrag, in dem sie ihr Praktikum bei RB Leipzig Ende 2022 dokumentierte. Der Verein stellte sich inzwischen schützend vor sie und verurteilte die Kommentare scharf.

Eta hatte 2022 im Rahmen ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung ein Praktikum bei RB Leipzig absolviert. Während dieser Zeit beobachtete sie den Tagesablauf der Mannschaft, analysierte Trainingseinheiten und tauschte sich mit Spielern wie Dominik Szoboszlai und Emil Forsberg aus. Später teilte sie eine Fotocollage ihrer Erfahrungen in den sozialen Medien.

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Ihr Beitrag löste eine Flut sexistischer Äußerungen in den Kommentaren aus. RB Leipzig reagierte, indem der Verein Etas Collage erneut postete – inklusive Bildern von ihr mit Spielern und dem damaligen Cheftrainer Marco Rose. Die Bildunterschrift lautete: "Euer Cheftrainer fand nicht nur die Stadt ganz nett…" Zudem betonte der Klub, dass Sexismus bei RB Leipzig keinen Platz habe, und äußerte sich begeistert über eine mögliche Rückkehr Etas.

Die Debatte verschärfte sich, nachdem Horst Heldt, Sportdirektor des 1. FC Union Berlin, die Online-Angriffe vehement verurteilte. Leipzigs Repost war eine direkte Antwort auf einen früheren Tweet von Union Berlin über einen Besuch in der Messestadt.

Etas Praktikum und ihr anschließender Social-Media-Beitrag rücken die anhaltenden Herausforderungen für Frauen im Männerprofifußball in den Fokus. Während RB Leipzig seine ablehnende Haltung gegenüber Sexismus bekräftigte, positionierte sich auch die Führung des 1. FC Union Berlin klar gegen die Anfeindungen. Der Vorfall lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Behandlung von Trainerinnen im Fußball – und die strukturellen Hürden, mit denen sie konfrontiert sind.

Quelle