23 April 2026, 16:03

Öffentlicher Nahverkehr: Deutsche wünschen sich mehr, nutzen ihn aber kaum

Eine Gruppe von Menschen steht um einen Zug auf einem Gleis, einige sind im Zug und andere außerhalb, in der Nähe von Gebäuden und Bäumen, mit dem Text "Ludwigs-Eisenbahn, die erste Bahnstation in Deutschland" unten.

Öffentlicher Nahverkehr: Deutsche wünschen sich mehr, nutzen ihn aber kaum

Eine neue Umfrage zeigt gemischte Gefühle der Deutschen gegenüber dem öffentlichen Nahverkehr. Zwar befürworten viele kostenlose lokale Angebote und bessere Verbindungen, doch die Frustration über Zugverspätungen bleibt groß. Die Ergebnisse deuten zudem auf eine starke Präferenz für das Auto in den nächsten fünf Jahren hin.

Die Unterstützung für Verbesserungen im öffentlichen Verkehr ist deutlich: Zwei Drittel der Deutschen sprechen sich für kostenlose Nahverkehrsangebote aus, und eine ähnlich hohe Zahl wünscht sich häufigere Bus- und Bahnverbindungen. Dennoch ist das Vertrauen in die Bahn trotz dieser Zustimmung gering.

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Mehr als ein Drittel der Befragten meidet Züge komplett wegen der chronischen Verspätungen. Weitere 28 % planen bei Bahnfahrten extra Pufferzeit ein, aus Angst vor Unpünktlichkeit. Manche haben sogar ihre Gewohnheiten angepasst: 26 % vermeiden es, an Reisetagen wichtige Termine zu vereinbaren.

Bei der Frage nach den bevorzugten Verkehrsmitteln nannten nur 16 % die Bahn als erste Wahl. Straßenbahnen und S-Bahnen folgten mit 13 %, Busse mit 12 %. Die Mehrheit setzt jedoch weiterhin auf das Auto – 76 % gaben an, in den nächsten fünf Jahren beim Fahren bleiben zu wollen.

Die Umfrage offenbart eine Kluft zwischen der öffentlichen Unterstützung für einen besseren Nahverkehr und der tatsächlichen Nutzung. Zwar stoßen kostenlose Angebote und dichtere Takte auf breite Zustimmung, doch die anhaltenden Verspätungen treiben viele in Richtung Privatwagen. Für die meisten Deutschen bleiben Bahn und Bus vorerst nur die zweite Wahl.

Quelle