03 April 2026, 10:01

NRW setzt als erstes Bundesland KI bei der Steuererklärung ein

Alte deutsche Regierungspapieraktie mit gedrucktem Text und numerischen Werten.

NRW setzt als erstes Bundesland KI bei der Steuererklärung ein

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist das erste deutsche Bundesland, das Künstliche Intelligenz (KI) bei der Bearbeitung von Einkommensteuererklärungen einsetzt. Das System ist nun in allen 104 Finanzämtern der Region aktiv. Behördenvertreter bezeichnen den Schritt als Meilenstein für die digitale Steuerverwaltung.

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Die KI wurde zunächst in vier Städten getestet, bevor sie landesweit eingeführt wurde. Sie konzentriert sich auf unkomplizierte Steuerfälle, etwa bei Arbeitnehmern mit festem Einkommen, Rentenbeiträgen oder einfachen Kapitalerträgen. Durch die Automatisierung dieser Routineprüfungen beschleunigt die Technologie die Bearbeitungszeiten für Steuerzahler.

Die Finanzverwaltung NRW spricht von einer «Win-Win-Situation»: Bürger erhalten ihre Bescheide schneller, während die Mitarbeiter mehr Zeit für komplexe Fälle gewinnen. Finanzminister Marcus Optendrenk betonte, KI mache die Steuerverwaltung «effizienter und bürgerfreundlicher».

Trotz der Automatisierung werden Steuerzahler weiterhin aufgefordert, ihre Bescheide sorgfältig zu prüfen. Der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen sieht in der KI eine Weiterentwicklung bestehender Vorprüfverfahren, nicht jedoch einen radikalen Systemwechsel. Ziel bleibe es, Standardfälle automatisch zu filtern und zu bearbeiten, um den manuellen Arbeitsaufwand zu verringern.

Das KI-System ist nun in jedem Finanzamt NRWs im Einsatz. Es soll die Steuerbearbeitung vereinfachen und gleichzeitig die Genauigkeit bei Routinefällen gewährleisten. Langfristig erhoffen sich die Behörden Vorteile für Steuerzahler und Mitarbeiter gleichermaßen.

Quelle