07 May 2026, 10:01

NRW-Polizei rüstet digital gegen politische Kriminalität auf

Ein Mann mit einem freundlichen Gesichtsausdruck in einem Anzug und Krawatte vor einem unscharfen Hintergrund, mit Text, der "Teil des starken Städtenetzwerks zu sein bedeutet, dass ich Zugang zu Wissen und Werkzeugen habe, um gewalttätigen Extremismus herauszufordern" auf der rechten Seite zeigt.

NRW-Polizei rüstet digital gegen politische Kriminalität auf

Nordrhein-Westfalens Polizei baut digitale Kapazitäten gegen politisch motivierte Kriminalität aus

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen hat ihre digitalen Fähigkeiten erweitert, um politisch motivierte Straftaten effektiver zu bekämpfen. Eine im September 2024 gestartete Initiative stärkt die Online-Ermittlungen durch spezialisierte Einheiten, KI-gestützte Werkzeuge und verdeckte virtuelle Streifen. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit bei Bedrohungen der nationalen Sicherheit zu verbessern.

Das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf leitet nun eine eigene Abteilung für Open-Source-Intelligence (OSINT). Unter der Leitung von Fabian Coenen konzentriert sich die Unterabteilung 22.2 auf die Sammlung und Auswertung öffentlich zugänglicher Daten – vor allem aus sozialen Medien – zur Bekämpfung politisch motivierter Delikte. Das Team ist von ursprünglich zwei auf 16 Fachkräfte angewachsen, darunter IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler.

Neben dem LKA sind sechs regionale Digitale Streifeneinheiten nach dem Prinzip der „Schwarmintelligenz“ organisiert. Dieser Ansatz bündelt kollektives Fachwissen durch strukturierte Zusammenarbeit, um schnellere und effektivere Reaktionen zu ermöglichen. Die größte dieser Einheiten mit Sitz in Köln wird von Swen Schubert geleitet und umfasst 18 Beamte.

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Für die Ausbildung der erweiterten Teams ist Marc Restemeyer zuständig, Dozent an der Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) in Neuss. Er bereitet sowohl neue LKA-Mitarbeiter als auch Beamte der Digitalen Streifen in der gesamten Region vor. Im Rahmen der Initiative wurden bereits zehn zusätzliche Kräfte für das LKA eingestellt, zudem sind fast 100 weitere Beamte in sechs §4-Behörden eingebunden.

Neben personellen Verstärkungen führt das Projekt KI-gestützte Arbeitsplätze und verdeckte virtuelle Ermittlungen ein. Diese Tools ermöglichen eine Echtzeit-Überwachung und -Analyse von Online-Bedrohungen, insbesondere während politisch brisanter Großereignisse.

Die ausgebauten OSINT- und Digitalen Streifeneinheiten bilden nun einen zentralen Baustein der Sicherheitsstrategie Nordrhein-Westfalens. Mit mehr Spezialisten, modernster Technologie und abgestimmten Einsätzen will die Polizei digitale Bedrohungen künftig effizienter bekämpfen. Die Maßnahmen spiegeln einen grundlegenden Wandel hin zu einer proaktiven, datengestützten Strafverfolgung in der Region wider.

Quelle