04 April 2026, 22:01

Nagelsmanns DFB-Elf siegt – doch die WM-Zweifel bleiben groß

Ausführliche alte Karte von Nagel, Deutschland, mit Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über Bevölkerung und Standorte.

Nagelsmanns DFB-Elf siegt – doch die WM-Zweifel bleiben groß

Die deutsche Nationalmannschaft hat unter Julian Nagelsmann sieben Siege in Folge eingefahren – doch Zweifel an ihren WM-Chancen bleiben. Trotz der jüngsten Erfolge überzeugen vor allem defensive Fehler und taktische Fragezeichen die Experten nicht. Selbst Nagelsmann räumt ein, dass aktuell stärker eingestufte Nationen im Rennen um den Titel 2026 die Nase vorn haben.

Die letzten Testspiele offenbarten bekannte Schwächen. Gegen die Schweiz kassierte Deutschland drei Tore aus nur sieben Torabschlüssen – ein Fehlpass von Verteidiger Nico Schlotterbeck bescherte dem Gegner sogar eine glasklare Chance. Selbst beim 3:1 gegen Ghana, eine Mannschaft mit begrenzter Offensivkraft, waren Abwehrprobleme nicht zu übersehen.

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Florian Wirtz glänzte mit einer Weltklasse-Leistung gegen die Schweiz, während Antonio Rüdiger als Top-Defensivspieler Lob erntete. Doch die Abwehr bleibt wackelig, nicht zuletzt wegen Joshua Kimmichs Umstellung auf die rechte Außenverteidigerposition statt seiner gewohnten Mittelfeldrolle. Nagelsmanns starres System hält Spieler wie Deniz Undav auf der Bank – obwohl der Stürmer nach seiner Einwechslung gegen Ghana den Siegtreffer erzielte.

Im Sturm setzten Kai Havertz und Niclas Füllkrug in den letzten Spielen die Akzente. Doch Nagelsmanns Fokus auf Standardsituationen und feste Rollenverteilungen sorgt für Kritik. Seine Taktik, erst zweieinhalb Monate vor dem Turnier eingeführt, zeigt bereits Risse. Der Trainer gibt mittlerweile zu, dass Frankreich, Spanien und Argentinien besser auf die WM vorbereitet scheinen.

Die Serie ohne Niederlage hält an, doch defensive Anfälligkeiten und taktische Unflexibilität trüben den Aufwärtstrend. Mit Nagelsmanns Fokus auf Standards und strenge Positionsdisziplin stehen härtere Prüfungen bevor. Der Weg zur WM 2026 wird mehr erfordern als knappe Siege gegen schwächere Gegner.

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