02 May 2026, 08:01

Mieterbund fordert gerechtere Verteilung der Sanierungskosten nach Einkommen

Eine Stadtstraße mit einem Hydranten, umgeben von Gebäuden, Laternen, Schildern, Mülltonnen und einem Baum, unter einem bewölkten Himmel, mit einer Wohnung im Vordergrund, die für 1.250.000 $ zum Verkauf steht.

Mieterbund fordert gerechtere Verteilung der Sanierungskosten nach Einkommen

Der Präsident des deutschen Mieterbunds, Axel Gedaschko, hat dringende Änderungen bei der Verteilung der Sanierungskosten zwischen Vermietern und Mietern gefordert. Er kritisierte das aktuelle System als ungerecht, da es Haushalte mit niedrigem und hohem Einkommen gleichermaßen belaste. Nun drängt er die Regierungskoalition zu einer schnellen Reform der Vorschriften.

Nach der derzeitigen Regelung können Vermieter die vollen Kosten für klimafreundliche Sanierungen in gleichem Maße auf die Mieter umlegen. Gedaschko verwies auf den Fall einer alleinerziehenden Krankenschwester, die dieselbe Mieterhöhung tragen muss wie ein Doppelverdiener-Paar – obwohl ihre finanzielle Situation völlig unterschiedlich sei. Dies bezeichnete er als ungerecht.

Als Lösung schlägt Gedaschko ein gestuftes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen sollten einen größeren Anteil der Modernisierungskosten tragen, während Geringverdiener weniger zahlen müssten. Sein Ziel ist es, dass Mieterhöhungen sich an der tatsächlichen Leistungsfähigkeit der Menschen orientieren.

Der Verbandschef betonte, dass das aktuelle System individuelle Lebensumstände nicht berücksichtige. Ohne Reform, warnte er, könnte der Ausbau energieeffizienten Wohnraums die Ungleichheit unter Mietern weiter verschärfen.

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Gedaschkos Vorschlag sieht vor, die Mieterbeiträge an die Einkommenshöhe zu koppeln. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnte dies die finanzielle Belastung für einkommensschwächere Mieter bei Sanierungen verringern. Nun liegt es an der Regierungskoalition, über die nächsten Schritte zu entscheiden.

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