Matthias Blübaum kämpft als erster Deutscher seit 30 Jahren um den Weltmeistertitel
Ella HuberMatthias Blübaum kämpft als erster Deutscher seit 30 Jahren um den Weltmeistertitel
Matthias Blübaum schreibt Geschichte: Als erster deutscher Spieler seit über 30 Jahren nimmt er am Kandidatenturnier teil. Das prestigeträchtige Event, das am 29. März 2023 beginnt, entscheidet, wer den amtierenden Schachweltmeister Dommaraju Gukesh herausfordern darf. Blübaum will bis zum letzten Zug um den Sieg kämpfen.
Das Kandidatenturnier findet in einem Luxusresort auf Zypern statt und lockt mit einem Rekordpreisgeld von 700.000 Euro. Die Teilnehmer erhalten 5.000 Euro pro halben Punkt, und die drei Bestplatzierten sichern sich zusätzliche Prämien.
Blübaum, der nur drei Tage nach der letzten Runde seinen 29. Geburtstag feiert, hat sich akribisch vorbereitet. Ein kleines Betreuerteam steht ihm zur Seite – deren Namen bleiben jedoch geheim. Seine Teilnahme markiert die Rückkehr Deutschlands auf die Kandidatenturnier-Bühne, nachdem zuletzt Robert Hübner 1991 dabei war.
Die deutsche Schachszene erlebt derzeit einen Aufschwung: Junge Talente wie Vincent Keymer, Christian Glöckler und Leonardo Costa machen von sich reden. Blübaums Leistung könnte den Ruf des Landes im Schach weiter festigen.
Für ihn selbst ist das Turnier die Chance, sich einen Platz im Kampf um den Weltmeistertitel zu sichern. Sein Fortschritt wird mit Spannung verfolgt – besonders, da er Deutschlands wachsenden Einfluss im Spitzenschach unterstreichen will. Das Ergebnis des Turniers entscheidet auch, wer Gukesh im nächsten WM-Kampf gegenübertreten wird.






