Mainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen "Beerdigung für die Region"
Amelie KrausMainzer Dezernentin nennt Eröffnung von Terminal 3 am Frankfurter Flughafen "Beerdigung für die Region"
Die Umwelt- und Verkehrsdezernentin von Mainz, Janina Steinkrüger, hat die bevorstehende Eröffnung des Terminals 3 am Frankfurter Flughafen scharf kritisiert. Sie bezeichnete das Ereignis als "Beerdigung für eine von Lärm gepeinigte Region" und warf den Behörden vor, jahrelange übermäßige Belastungen durch den Flugverkehr ignoriert zu haben.
Seit mehr als einem Jahrzehnt hatten Flughafenverantwortliche steigende Passagier- und Flugzahlen als Rechtfertigung für den Bau von Terminal 3 angeführt. Die Erweiterung sollte die Kapazitäten erhöhen, doch seit Fertigstellung der Bauarbeiten stagnieren die Flugzahlen. Steinkrüger betonte, dass die Lärmbelastung in der Region bereits lange vor der Planung des neuen Terminals unerträglich gewesen sei.
Die Eröffnung nannte sie einen "Schlag ins Gesicht" für Anwohner, die ständig unter Fluglärm leiden. Ihrer Ansicht nach setzen die Flughafenbetreiber nun auf Billigfluglinien und Frachtverkehr, um frühere Fehlkalkulationen zu vertuschen. Zudem stellte Steinkrüger infrage, ob das derzeit geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet wird – was weitere Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit des Projekts aufwirft.
Terminal 3 wurde zwar für mehr Flugverkehr konzipiert, doch die Nachfrage entwickelte sich anders als prognostiziert. Steinkrügers Äußerungen unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Flughafenausbau und Lebensqualität in der Region. Ungewiss bleibt, welche Rolle die neue Anlage künftig spielen wird – und welche Auswirkungen sie auf die umliegenden Gemeinden haben wird.






