Lübecks Beirat plant autofreies Mühlentor-Rondell und neue Holstenstraße-Projekte
Tim VoigtLübecks Beirat plant autofreies Mühlentor-Rondell und neue Holstenstraße-Projekte
Lübecks Welterbe- und Gestaltungsbeirat traf sich Mitte März 2026 zu zentralen Stadtentwicklungsprojekten
Mitte März 2026 kam Lübecks Welterbe- und Gestaltungsbeirat zusammen, um über bedeutende städtebauliche Vorhaben zu beraten. Im Mittelpunkt standen die Neugestaltung des Mühlentor-Kreisverkehrs sowie die geplanten Bauprojekte entlang der Holstenstraße. Architekten, Planer und Bürger brachten sich mit Stellungnahmen ein, die die Zukunft der Stadt prägen sollen.
Die zweitägige Sitzung war zudem von einem Wechsel in der Führung geprägt: Der langjährige Vorsitzende Bertel Bruun gab offiziell seinen Posten ab, während Professorin Ariane Röntgen als neues Mitglied für Landschaftsarchitektur in den Beirat eintrat.
Schwerpunkte: Mühlentor-Rondell und Holstenstraße im Fokus
Die Beratungen fanden im Foyer des Lübecker Amts für Stadtplanung und Bauordnung statt. Zwei zentrale Projekte dominierten die Diskussionen: die Umgestaltung des Mühlentor-Rondells und die Bauvorhaben an der Holstenstraße.
Für das Mühlentor-Rondell lag ein Entwurf vom April 2026 vor, der eine autofreie Platzgestaltung vorsah. Geplant waren erweiterte Grünflächen, separate Radwege und breitere Fußgängerzonen. Aus der Öffentlichkeit kam der Wunsch, historische Elemente zu erhalten und Sitzgelegenheiten zu schaffen. Der Naturschutzbund NABU forderte zudem die Verwendung heimischer Pflanzen, um die Artenvielfalt zu stärken. Der Beirat betonte die Notwendigkeit eines fachübergreifenden Ansatzes, um sicherzustellen, dass die Neugestaltung mit dem UNESCO-Welterbestatus der Altstadt vereinbar ist.
An der Holstenstraße wurden zwei Projekte vorgestellt: Der Architekt Ivan Peter Chlumský präsentierte Pläne für das Grundstück Holstenstraße 21 mit einer Mischnutzung aus Einzelhandel und Wohnraum. Ein Konsortium aus Riemann Gesellschaft von Architekten und Hubschmitz Architekten legte zudem ein größeres Vorhaben für die Häuser 25–33 vor, das Studentenwohnheime, zusätzlichen Einzelhandel und eine verdichtete Bebauung entlang der Straße umfasst.
Ausblick: Nächste Schritte und öffentliche Beteiligung
Der Beirat hob die Bedeutung des Mühlentor-Projekts für die Stadtplanung, Freiraumgestaltung und den Denkmalschutz hervor. Aktualisierungen zu beiden Vorhaben werden auf der nächsten öffentlichen Sitzung am 11. und 12. Juni 2026 vorgestellt. Details sind über die Presse sowie die Website der Stadt abrufbar.
Die Märzsitzung legte den Grundstein für die anstehenden städtischen Veränderungen in Lübeck. Während die Neugestaltung des Mühlentor-Kreisverkehrs auf eine Verbesserung der Verkehrssicherheit, Ästhetik und ökologischen Aufwertung abzielt, sollen die Projekte an der Holstenstraße neuen Wohnraum und Gewerbeflächen schaffen. Die Diskussionen und die Bürgerbeteiligung werden im Juni fortgesetzt, wobei Fortschrittsberichte online und in lokalen Medien veröffentlicht werden.






