Lindner lehnt Rentengesetz ab: "Kein Meisterwerk, sondern Risiko für Selbstständige"
Ella HuberLindner lehnt Rentengesetz ab: "Kein Meisterwerk, sondern Risiko für Selbstständige"
Christian Lindner, Vorsitzender der FDP und ehemaliger Bundesfinanzminister, hat sich geweigert, das Rentengesetzespaket der Rentenkommission uneingeschränkt zu befürworten. Er bezeichnete den Vorschlag als „solide Leistung“, aber keineswegs als „Meisterwerk“. Seine Kritik richtet sich vor allem auf zentrale Punkte der Reform, darunter die Behandlung von Selbstständigen und die geplanten Beitragserhöhungen.
Lindner argumentierte, dass die Zwangseinbindung Selbstständiger in das gesetzliche Rentensystem die demografischen Herausforderungen verschärfen würde. Er warnte, dies schaffe künftige finanzielle Verpflichtungen, die letztlich die Steuerzahler tragen müssten. Zudem lehnte er die Erhöhung der Rentenversicherungsbeiträge ab, die mit der kapitalgedeckten Rente verbunden ist.
Obwohl er Teile des Vorschlags anerkannte, unterstreicht Lindners Haltung die Spannungen um das Rentengesetz. Seine Bedenken gelten insbesondere der Nachhaltigkeit und der langfristigen finanziellen Belastung. Die Debatte über die Reform wird voraussichtlich anhalten, während die Abgeordneten den Entwurf weiter überarbeiten.
