Leipzigs S-Bahn-Netz wächst: Mehr Züge und längere Strecken ab 2026
Leipzigs S-Bahn-Netz steht vor großem Ausbau
Das Regionalverkehrsnetz in Leipzig wird deutlich ausgebaut, nachdem der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) eine Reihe neuer S-Bahn-Verbindungen genehmigt hat. Die Änderungen sind Teil des Netzplans MDSB2025plus und sehen zusätzliche Züge auf mehreren Linien vor, wobei einige Strecken weiter als bisher geführt werden. Die Finanzierung der Aufwertungen stammt aus nicht genutzten Budgets, die durch Bauverzögerungen der DB InfraGO AG entstanden sind.
Die größte Veränderung steht für Dezember 2026 an: Dann wird die Linie S2 über Leipzig-Connewitz hinaus bis Markkleeberg-Gaschwitz verlängert. Diese Erweiterung folgt auf die Genehmigungen für zusätzliche Verbindungen im gesamten Netz.
Besonders stark profitiert die Linie S4: Hier gibt es künftig sechs weitere werktägliche Rundfahrten sowie drei am Wochenende zwischen Torgau und Falkenberg. Zudem wurden zwei verlängerte Rundfahrten von Taucha nach Torgau bewilligt, dazu kommt ein zusätzlicher Zug auf der Strecke Torgau–CTL–Wurzen.
Auch andere Linien werden aufgewertet: - Die S1 erhält vier zusätzliche Rundfahrten zwischen Leipzig Miltitzer Allee und Leipzig-Stötteritz. - Die S3 bekommt zwei weitere Verbindungen zwischen Halle und Borna. - Die S5 wird um einen zusätzlichen Zug zwischen Leipzig-Connewitz und Halle verstärkt.
Mit dem nun beschlossenen Maßnahmenplan des ZVNL ist der Weg für weitere Infrastrukturverbesserungen geebnet. Prognosen von DB Regio und der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zufolge werden die Änderungen die tägliche Fahrgastzahl auf den Linien S3, S4 und S5 bis Dezember 2030 um 10 bis 15 Prozent steigern. Züge in der Hauptverkehrszeit, die derzeit zu etwa 70 Prozent ausgelastet sind, könnten dann eine Auslastung von 85 bis 90 Prozent erreichen.
Ziel der Ausweitung ist es, die wachsende Nachfrage in Leipzig und der umliegenden Region zu bedienen. Durch häufigere Verbindungen und verlängerte Strecken können Fahrgäste mit besseren Anbindungen und weniger Gedränge rechnen. Die Umstellungen werden schrittweise eingeführt, die ersten neuen Angebote starten bereits in den kommenden Monaten.






