14 April 2026, 06:02

Kik schließt 300 Filialen: Radikale Umstrukturierung bis 2026 steht bevor

Innenansicht eines Einkaufszentrums mit Menschen, verschiedenen Geschäften, Informationsschildern mit der Aufschrift "Herzlich willkommen" (Deutsch für "Willkommen"), Deckenbeleuchtung, Geländern und einem Topf mit einer Pflanze am Boden.

Kik schließt 300 Filialen: Radikale Umstrukturierung bis 2026 steht bevor

Der Discounter Kik steht vor tiefgreifenden Veränderungen nach monatelangen Führungsturbulenzen. Bis Ende 2026 wird das Unternehmen rund 300 Filialen in Europa schließen und sein Filialnetz damit um 225 Standorte verkleinern. Gleichzeitig wächst bei den Mitarbeitenden die Sorge um ihre Arbeitsplätze und die Entscheidungen der Unternehmensführung.

Die Probleme bei Kik begannen bereits früher, als Finanzvorstand Rüdiger Hartmann und Betriebsleiter Dirk Ankenbrand das Unternehmen verließen. Im September 2025 folgte ihnen Vorstandschef Patrick Zahn nach Streitigkeiten mit dem Eigentümer Tengelmann. Während der Übergangsphase übernahm Christian Kümmer, zuvor bei Fressnapf tätig, interimistisch die Geschäftsführung.

Die Filialschließungen werden Deutschland besonders hart treffen: 135 Standorte sollen hier geschlossen werden, sodass noch etwa 2.200 übrig bleiben. Auf der Plattform Kununu äußerten Mitarbeitende offen ihre Enttäuschung und kritisierten das Führungsverhalten sowie den Personalabbau.

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Ab Juni übernimmt Ulrich Hanfeld die Position des neuen Vorstandsvorsitzenden. Er bringt Erfahrung mit: Über sechs Jahre leitete er den Textildiscounter NKD und stand fast zwei Jahre an der Spitze der österreichischen Sportartikelkette Hervis. Ein Branchenkenner bezeichnete ihn als "begnadeten Verkäufer", merkte jedoch an, dass er nicht als Sanierungsexperte gelte. Jela Götting, Managerin bei Tengelmann, wies unterdessen Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Kik zurück.

Mit der Umstrukturierung wird Kik bis 2026 ein deutlich kleineres Filialnetz haben – allein in Deutschland fallen über 130 Standorte weg. Nun liegt es an Ulrich Hanfeld, das Unternehmen nach einer Phase der Instabilität zu führen. Sein Kurs wird entscheiden, ob es Kik gelingt, die Geschäfte in den kommenden Jahren zu stabilisieren.

Quelle