ILA Berlin 2024: Rekordbesuch trotz Proteste und wegweisende Rüstungsprojekte
Amelie KrausILA Berlin 2024: Rekordbesuch trotz Proteste und wegweisende Rüstungsprojekte
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA Berlin) fand vom 10. bis 14. Juni am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) statt. Die Messe zog rund 110.000 Besucher an und verzeichnete damit einen Zuwachs im Vergleich zu den Vorjahren. Über 765 Aussteller aus 37 Ländern präsentierten dort Neuheiten aus den Bereichen Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung.
Die ILA blickt auf eine lange Tradition zurück: Ihre Wurzeln reichen bis zur ersten internationalen Luftschiffausstellung 1909 in Frankfurt am Main. Seit 1992 wird sie in Schönefeld – heute am Standort BER – ausgerichtet.
In diesem Jahr begann die Veranstaltung mit einer Störung. Am 10. Juni blockierten pro-palästinensische Aktivisten den Zugang zum Geländee, woraufhin die Polizei einschreiten musste. Trotz dieser Unterbrechung verlief die Messe mit prominenter Beteiligung, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der an der Eröffnung teilnahm.
Im Mittelpunkt der Ausstellung standen branchenübergreifende Kooperationen und Innovationen. Marie-Christine von Hahn, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), betonte die strategische Bedeutung der Luft- und Raumfahrt als Schlüsselsektor und kritische Infrastruktur. Ein Höhepunkt war die Ankündigung von acht Rüstungsunternehmen, gemeinsam ein neues Kampfflugzeug zu entwickeln – ein Vorhaben, das nach dem Scheitern des FCAS-Projekts an Bedeutung gewinnt.
Die ILA Berlin endete mit starker Beteiligung und wegweisenden Bekanntgaben. Die Veranstaltung unterstrich die Rolle der Branche für technologischen Fortschritt und strategische Partnerschaften. Organisatoren und Aussteller blicken nun auf die kommenden Ausgaben der Messe.






