Hessens Wälder im Wandel: Holzeinschlag steigt 2025 auf Rekordniveau
Amelie KrausMehr Holzernte im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Holzeinschlag steigt 2025 auf Rekordniveau
Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt 2025 auf 1,49 Millionen Kubikmeter
Im Jahr 2025 stieg der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten auf insgesamt 1,49 Millionen Kubikmeter – ein Anstieg um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während der Einschlag von Laubholz deutlich zunahm, ging der von Nadelholz leicht zurück.
Hinter diesen Zahlen verbirgt sich ein sich wandelndes Landschaftsbild. Frühere Dürreperioden und Hitzewellen haben Buchenbestände geschwächt, sodass vermehrt Bäume aus Sicherheitsgründen und zur Gesunderhaltung des Waldes entnommen werden mussten. Gleichzeitig prägen Maßnahmen zur Schaffung widerstandsfähiger Mischwälder zunehmend Hessens Forstgebiete.
Laubholzeinschlag legt stark zu – Nadelholz geht zurück Der auffälligste Trend 2025 war der deutliche Anstieg beim Laubholzeinschlag: Die Menge stieg um 28 Prozent auf 570.000 Kubikmeter. Dieser Zuwachs folgte auf die Aufhebung eines 2020 verhängten Fällverbots für bestimmte Buchenbestände, das geplante Durchforstungen und die Entnahme geschädigter oder absterbender Bäume wieder ermöglichte. Viele dieser Bäume, die durch frühere Hitzewellen und Dürren in Mitleidenschaft gezogen worden waren, zeigten erst Jahre später deutliche Schwächesymptome.
Gleichzeitig sank der Nadelholzeinschlag um 6 Prozent auf etwa 921.000 Kubikmeter. Durch den starken Anstieg bei Laubholz stieg die Gesamtmenge dennoch auf 1,49 Millionen Kubikmeter – ein Plus von 5 Prozent gegenüber 2024.
Buchenwälder schrumpfen um 15 Prozent seit 2020 Die Fläche der buchendominierten Wälder hat sich seit 2020 deutlich verringert. Waren es einst 180.000 Hektar, umfassen diese Bestände heute nur noch 153.000 Hektar – ein Rückgang um 15 Prozent. Stürme und gezielte Holzentnahmen nach Aufhebung des Fällverbots beschleunigten diesen Schwund.
Zwischen Oktober 2025 und Februar 2026 stieg der Einschlag erneut um 6 Prozent auf insgesamt 725.000 Kubikmeter. Starke Schneefälle und anhaltender Regen behinderten die Arbeiten zeitweise, doch die Maßnahmen wurden im Rahmen der langfristigen Waldbewirtschaftungspläne fortgesetzt.
HessenForst setzt auf klimastabile Mischwälder Künftig konzentriert sich die HessenForst auf die Schaffung stabiler, artenreicher Mischbestände. Durch gezielte Durchforstung überdichter Flächen, die Entnahme geschwächter Bäume und die Förderung der Artenvielfalt sollen Wälder entstehen, die den klimatischen Herausforderungen besser standhalten.
Der Anstieg beim Laubholzeinschlag spiegelt sowohl die anhaltenden Klimafolgen als auch aktives Waldmanagement wider. Während Buchenbestände zurückgehen und der Nadelholz-Einschlag nachlässt, entwickeln sich Hessens Wälder hin zu mehr Diversität – ein Schritt, der langfristige Stabilität in Zeiten häufigerer Dürren und Stürme sichern soll.






