Hanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für Langzeitarbeitslose und Geflüchtete
Tim VoigtHanau startet neue Arbeitsmarktstrategie für Langzeitarbeitslose und Geflüchtete
Hanau führt eine neue Arbeitsmarktstrategie ein, um Menschen mit Beschäftigungsproblemen zu unterstützen. Im Mittelpunkt des Plans stehen Personen, die besondere Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben – darunter Langzeitarbeitslose, junge Menschen ohne Abschluss und Geflüchtete. Lokale Einrichtungen und die Stadt arbeiten Hand in Hand, um bessere Arbeitsmöglichkeiten und Qualifizierungsangebote zu schaffen.
Die Strategie basiert auf drei zentralen Säulen: die Stärkung regionaler Netzwerke, die Förderung von Kompetenzen durch Bildung und den erleichterten Einstieg in den Arbeitsmarkt. So bietet etwa der Hanauer Infrastruktur-Service (HIS) Praktika in handwerklichen und technischen Berufen an, um Teilnehmende auf feste Anstellungen vorzubereiten. Die Pflegeakademie der Martin-Luther-Stiftung ermöglicht hingegen niedrigschwellige Einstiege in Pflegeberufe.
Auch am Standort der Gemeinschaftsunterkunft Sportfeld wird ein Projekt ausgeweitet: Bewohnerinnen und Bewohner, die Bürgergeld beziehen, erhalten künftig zusätzliche Unterstützung. Das Hanauer Jobcenter vermittelt aktiv Stellen und Ausbildungsplätze, während der gemeinsame Arbeitgeberservice Unternehmen bei der Personalgewinnung, der Organisation von Schulungen und der Förderung neuer Mitarbeiter unterstützt.
Um die Beschäftigungsfähigkeit weiter zu verbessern, setzt Hanau auf sogenannte "Ein-Euro-Jobs", die Berufserfahrung vermitteln und die gesellschaftliche Teilhabe fördern sollen. Ab dem 1. Januar 2026 übernimmt die Stadt zudem die direkte Verwaltung der Grundsicherungsleistungen für Arbeitssuchende – ein Schritt, der die Hilfen für Bedürftige effizienter gestalten soll.
Die Strategie bündelt lokale Kräfte, um Arbeitslosigkeit durch gezielte Qualifizierung, Arbeitsvermittlung und finanzielle Unterstützung zu bekämpfen. Mit der Übernahme der Grundsicherungsverwaltung ab 2026 will Hanau ein direkteres und wirksameres System schaffen. Ziel ist es, in den kommenden Jahren mehr Menschen den Weg in ein stabiles Beschäftigungsverhältnis zu ebnen.






