Gorleben bleibt Atommüll-Zwischenlager bis 2054 – trotz Sicherheitsbedenken
Amelie KrausGorleben bleibt Atommüll-Zwischenlager bis 2054 – trotz Sicherheitsbedenken
Atommüll-Zwischenlager Gorleben bleibt bis 2054 in Betrieb
Das deutsche Zwischenlager für hochradioaktive Abfälle in Gorleben wird nun bis 2054 betrieben. Die aktuelle Genehmigung sollte ursprünglich 2034 auslaufen, doch eine Verlängerung um weitere 20 Jahre wurde bewilligt. Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der die Behörden laufende Sicherheitsüberprüfungen und den Erhalt von Fachwissen im Umgang mit Atommüll sicherstellen wollen.
Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hat einen Antrag auf Verlängerung der Betriebsgenehmigung eingereicht. Damit beginnt das formelle Genehmigungsverfahren nach dem Atomgesetz. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung wird das Verfahren begleiten und überwachen.
Die Verlängerung wird vor allem mit Sicherheitsaspekten begründet. Sie ermöglicht regelmäßige Sicherheitskontrollen des Lagers und soll den Wissensaustausch zwischen Mitarbeitenden und Beteiligten aufrechterhalten. In Gorleben lagern derzeit 113 CASTOR-Behälter mit abgebrannten Brennelementen und Wiederaufarbeitungsabfällen.
Umweltverbände äußern jedoch Bedenken gegen die Entscheidung. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüneburg-Dannenberg (BI) warnt vor der langfristigen Stabilität der Anlage und dem Verhalten der Behälter über die Jahre. Das zwischen 1982 und 1983 errichtete Lager verfügt über dünnere Wände und Decken als neuere Zwischenlager.
Mit der Genehmigungsverlängerung wird Gorleben hochradioaktiven Müll noch zwei Jahrzehnte lang aufnehmen. Begleitet wird der Prozess von kontinuierlichen Sicherheitsbewertungen, um mögliche Risiken zu minimieren. Umweltschützer bleiben skeptisch, ob die Anlage eine sichere Langzeitlagerung gewährleisten kann.
