21 March 2026, 00:01

FDP fordert radikale Steuerkürzungen für günstigere Spritpreise in Deutschland

Grafik mit der Bezeichnung "Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten", die zwei Linien zeigt, die die staatlichen Kraftstoffpreise über die Zeit darstellen, wobei eine blaue Linie einen sinkenden Preis und eine grüne Linie einen steigenden Preis anzeigt.

FDP fordert radikale Steuerkürzungen für günstigere Spritpreise in Deutschland

Die Freie Demokratische Partei (FDP) drängt auf schnelle Maßnahmen, um die Spritpreise in Deutschland zu senken. Bei aktuellen Preisen von rund 1,80 bis 1,90 Euro pro Liter für Benzin und Diesel fordert die Partei Steuererleichterungen, um Autofahrer zu entlasten. Zu den Vorschlägen gehören die Senkung der Energiesteuer, eine Obergrenze für die CO₂-Abgabe sowie eine Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Kraftstoffe.

2023 zahlten deutsche Autofahrer an der Zapfsäule deutlich mehr als in den Nachbarländern. In Luxemburg kostete Benzin bis zu 50 Cent weniger pro Liter, in Frankreich lag der Preis rund 20 Cent niedriger. Ungarn deckelte die Spritpreise bei 1,51 Euro für Benzin und 1,55 Euro für Diesel – Deutschlands Preise gehörten damit zu den höchsten in Europa und lagen nur knapp unter denen Dänemarks, wo hohe Steuern die Kosten um etwa 70 Cent pro Liter in die Höhe treiben.

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Die FDP-Fraktion in Bremen hat nun eine Eilsitzung im Landesparlament gefordert. Fraktionschef Thore Schäck argumentiert, dass mehr als die Hälfte des Spritpreises aus Steuern und Abgaben bestehe – allein die Energiesteuer schlage mit 65,45 Cent pro Liter zu Buche. Eine Senkung auf das EU-Mindestmaß könnte den Preis Schäck zufolge um bis zu 30 Cent drücken. Besonders betroffen von den hohen Kosten seien Pendler, Handwerker und Schichtarbeiter in der Pflege.

Die SPD hingegen schlägt eine Übergewinnsteuer vor, um das Problem anzugehen. Die FDP hält jedoch an ihrer Linie fest: Statt neuer Abgaben brauche es niedrigere Energiesteuern.

Ziel der FDP-Pläne ist es, die deutschen Spritpreise an das Niveau günstigerer EU-Länder anzunähern. Bei einer Umsetzung könnten die Steuererleichterungen Millionen Autofahrer direkt entlasten. Die Debatte geht nun in den Bremer Landtag, wo die Abgeordneten die Vorschläge gegen alternative Lösungsansätze abwägen werden.

Quelle