Fachkräftemangel in Bremen erreicht alarmierendes Rekordniveau – Unternehmen kämpfen ums Überleben
Amelie LangFachkräftemangel in Bremen erreicht alarmierendes Rekordniveau – Unternehmen kämpfen ums Überleben
Unternehmen in Bremen und Bremerhaven kämpfen mit einem massiven Fachkräftemangel auf allen Qualifikationsstufen. Das Problem hat erneut das hohe Niveau der Jahre 2018 und 2019 erreicht und belastet damit die wirtschaftliche Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der Region zusätzlich.
Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe kann offene Stellen langfristig nicht mit qualifizierten Bewerbern besetzen. Selbst für Positionen ohne formale Berufsausbildung fehlt es an Interessenten.
Um die Lage zu entschärfen, ergreifen Arbeitgeber verschiedene Maßnahmen: Sie verbessern ihre Attraktivität als Arbeitgeber und setzen auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Gleichzeitig investieren sie in hochwertige Berufsausbildung, um junge Menschen für eine Lehre zu gewinnen. Die Weiterqualifizierung bestehender Mitarbeiter und die Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland gehören ebenfalls zu ihrer Strategie.
Viele Unternehmen rechnen damit, dass der Fachkräftemangel den Druck auf die bestehende Belegschaft weiter erhöhen wird. Zudem erwarten sie steigende Lohnkosten als direkte Folge der anhaltenden Herausforderung.
Der Arbeitskräftemangel wirkt sich bereits spürbar auf die Wirtschaft Bremens und seine Wettbewerbsfähigkeit aus. Die Betriebe setzen nun auf ein Maßnahmenbündel – von Aus- und Weiterbildung über gezielte Personalgewinnung bis hin zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ziel ist es, die dringend benötigten Fachkräfte langfristig zu sichern und so die Stabilität der Unternehmen zu gewährleisten.
