Düsseldorf verzichtet auf Milliarden-Opernhaus und setzt auf Sanierung
Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus im Milliardenrahmen fallen gelassen. Stattdessen wird die Stadt das bestehende Bonatz-Gebäude am Hofgarten modernisieren. Dies folgt auf das Scheitern eines kostspieligen Projekts, das vom Architekturbüro Snøhetta entworfen worden war.
Ursprünglich wollte Düsseldorf sein Nachkriegs-Opernhaus durch einen Entwurf von Snøhetta ersetzen, dessen Kosten auf rund 1,8 Milliarden Euro geschätzt wurden. Oberbürgermeister Stephan Keller stoppte das Vorhaben jedoch, als die Finanzierungskosten auf etwa 800 Millionen Euro anstiegen. Das Grundstück am Wehrhahn ging daraufhin wieder in den Besitz der Stadt über.
Nun plant Düsseldorf, das bestehende Opernhaus für geschätzte 400 bis 500 Millionen Euro zu sanieren. Ein weiterer Vorschlag, der „Blue-Green Ring“-Entwurf des Büros raumwerk, sah vor, den Bau von 1956 in eine halbtransparente Hülle einzubetten.
In Rostock hatte der von der CDU geführte Stadtrat ursprünglich vor, das 1943 erbaute Volkstheater abzureißen. Doch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege in Schwerin stellte das Gebäude 2021 unter Schutz. Nun entsteht für 208 Millionen Euro ein neues Theater, das vom Architekturbüro Hascher Jehle gebaut wird.
Während Düsseldorf den Fokus auf die Modernisierung des Bestands legt, statt einen teuren Neubau zu verfolgen, setzt Rostock auf einen Neubau – bei gleichzeitiger Bewahrung des historischen Volkstheaters. Beide Städte haben ihre Pläne aus finanziellen und denkmalschützerischen Gründen angepasst.






