28 March 2026, 18:02

Deutschlands Industrie im Umbruch: Warum die Autoexporte nach China einbrechen

Schwarzes und weißes Foto eines Fabrikinneren mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, Metallstangen und -pfosten, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Deutschlands Industrie im Umbruch: Warum die Autoexporte nach China einbrechen

Deutschlands Industrielandschaft verändert sich rasant. Zwar sind Befürchtungen einer Deindustrialisierung möglicherweise übertrieben, doch wichtige Branchen stehen vor enormen Herausforderungen. Ein neuer Bericht zeigt sowohl Widerstandsfähigkeit als auch dringenden Handlungsbedarf – insbesondere in der Automobilindustrie, wo die Exporte nach China eingebrochen sind.

Die deutschen Autoexporte nach China sind in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. 2022 erreichten sie noch fast 30 Milliarden Euro, doch bis 2025 fiel der Wert auf nur noch 13,6 Milliarden Euro. Besonders stark beschleunigte sich der Rückgang zwischen 2024 und 2025: Innerhalb eines einzigen Jahres brachen die Exporte um ein Drittel ein. Chinesische Konkurrenten, vor allem im Bereich Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeuge, setzen deutsche Hersteller zunehmend unter Druck. Geopolitische Spannungen, Pekings Förderung der heimischen Produktion und die wachsende Nachfrage nach digitalen Fahrzeugfunktionen schwächen die Position Deutschlands zusätzlich.

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Doch das Gesamtbild der Industrie zeigt auch Stärken. Drei Viertel der Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe stammen mittlerweile aus Branchen mit wachsender Nachfrage. Selbst in traditionellen Sektoren wie der Metallverarbeitung oder der Chemie dominieren hochdynamische Segmente. Viele Unternehmen haben ihre Produktportfolios bereits auf zukunftsträchtige Bereiche umgestellt.

Forschende betonen, dass Deutschlands Zukunft darin liegt, sich diesen Veränderungen anzupassen – statt veraltete Strukturen zu bewahren. Die Politik sollte Innovation fördern, statt sie zu bremsen. Ein vorgeschlagenes Modell sieht vor, die Produktentwicklung in Deutschland zu belassen, während die Fertigung ins Ausland verlagert wird. Dies könnte helfen, den schwindenden Arbeitskräftenachwuchs auszugleichen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu sichern.

Die Automobilbranche bleibt ein eindrucksvolles Beispiel für den Wandel in Deutschlands Industrie. Während chinesische Konkurrenz und veränderte Marktanforderungen die Branche umkrempeln, florieren andere Bereiche weiter. Der Bericht kommt zu dem Schluss: Erfolg wird davon abhängen, strukturellen Wandel aktiv zu gestalten – und die richtigen Rahmenbedingungen für neues Wachstum zu schaffen.

Quelle