Deutschland beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Amelie KrausDeutschland beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker gegen Fachkräftemangel
Deutschland hat Maßnahmen ergriffen, um den Mangel an Apothekern zu mildern, indem es die Anerkennung ausländischer Abschlüsse beschleunigt. Der Bundestag hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das das Verfahren für Fachkräfte mit einer Ausbildung außerhalb der EU vereinfacht. Die Neuregelung soll Bürokratie abbauen und es mehr Apothekern ermöglichen, schneller in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
Nach dem neuen Gesetz entfällt für Apotheker mit Abschlüssen aus Drittstaaten das bisher aufwendige Gleichwertigkeitsverfahren. Stattdessen durchlaufen sie eine direkte Kompetenzprüfung, wodurch umfangreiche Dokumentenkontrollen wegfallen. Diese Änderung folgt auf Bedenken der Bundesapothekerkammer (BAK), die vor wachsenden Personalengpässen in der Branche warnt.
Das Gesetz soll am 1. November 2026 in Kraft treten, sofern der Bundesrat im Mai wie erwartet zustimmt. Zudem sind Anpassungen der Approbationsordnung für Apotheker nötig, um sie an das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz anzupassen. BAK-Präsident Dr. Armin Hoffmann betonte, dass in den kommenden Jahren tausende Apotheker benötigt werden, um die Versorgungslücken in Apotheken bundesweit zu schließen.
Weitere Reformen könnten folgen, da die Gespräche mit dem Bundesgesundheitsministerium auf Basis der BAK-Vorschläge von 2022 fortgesetzt werden. Ziel ist es, qualifizierten Fachkräften den Berufseinstieg zu erleichtern, ohne die hohen Standards im Apothekenwesen zu senken.
Die neuen Regelungen werden es ausländisch ausgebildeten Apothekern erleichtern, in Deutschland zu arbeiten. Durch den Abbau bürokratischer Hürden soll das Gesetz dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Versorgung mit apothekerischen Dienstleistungen verbessern. Die Änderungen treten voraussichtlich Ende 2026 in Kraft – vorausgesetzt, der Bundesrat stimmt wie geplant zu.






