Bundesregierung senkt Spritpreise ab Mai – bis zu 1,6 Milliarden Euro Ersparnis möglich
Ella HuberBundesregierung senkt Spritpreise ab Mai – bis zu 1,6 Milliarden Euro Ersparnis möglich
Autofahrer in Deutschland können sich bald über sinkende Spritpreise freuen: Die Bundesregierung bereitet eine Senkung der Kraftstoffsteuern vor. Die vorübergehende Entlastung, die am 1. Mai in Kraft treten soll, zielt darauf ab, die Kosten für Autofahrer und Unternehmen zu verringern. Der Bundestag wird die Maßnahme voraussichtlich an diesem Freitag billigen – bei vollständiger Weitergabe an der Zapfsäule könnten die Einsparungen bis zu 1,6 Milliarden Euro betragen.
Vom 1. Mai bis zum 30. Juni werden die Steuern auf Diesel und Benzin um etwa 17 Cent pro Liter sinken. Die zweimonatige Ermäßigung wird den Bund rund 1,5 Milliarden Euro kosten – dieselbe Summe, die jährlich für das Deutschlandticket vorgesehen ist. Die Subvention entspricht damit dem Etat, der 2026 für den bundesweiten Nahverkehrs-Tarif geplant ist.
Der Sozialverband Deutschland (VdK) begrüßt den Schritt, hält ihn jedoch für unzureichend. Die Organisation fordert zusätzliche Hilfen, etwa einkommensabhängige Direktzahlungen oder Anpassungen bei den Grundsicherungsleistungen. Zudem schlägt der VdK vor, das Deutschlandticket dauerhaft bezahlbar zu gestalten, um einkommensschwachen Haushalten nachhaltig zu entlasten.
Falls die Mineralölkonzerne die Steuerermäßigung vollständig an die Verbraucher weitergeben, könnten Autofahrer und Unternehmen in den beiden Monaten gemeinsam bis zu 1,6 Milliarden Euro sparen. Die Entscheidung der Regierung folgt anhaltendem Druck, die steigenden Lebenshaltungskosten im Land zu bekämpfen.
Die Kraftstoffsteuer-Rabattaktion läuft bis Ende Juni und bietet Autofahrern eine kurzfristige Entlastung. Derweil drängt der VdK auf weitergehende finanzielle Hilfen, darunter langfristige Lösungen wie ein günstigeres Deutschlandticket. Die Ausgaben des Bundes für diese Maßnahme entsprechen den jährlichen Investitionen in den ÖPNV-Ausbau.






