30 April 2026, 08:01

Bundeshaushalt 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften üben scharfe Kritik an Klingbeils Plänen

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Kanzleramts der Bundesrepublik Deutschland, der detaillierte Layout- und Textangaben zeigt.

Bundeshaushalt 2027: Wirtschaft und Gewerkschaften üben scharfe Kritik an Klingbeils Plänen

Die Kritik am Entwurf des Bundeshaushalts 2027 der deutschen Regierung, der von Finanzminister Lars Klingbeil vorgestellt wurde, nimmt weiter zu. Sowohl Wirtschaftsführer als auch Gewerkschaften verurteilen den Plan als unausgewogen und schädlich für die wirtschaftliche Erholung.

Den Auftakt der Gegenwehr machte der wirtschaftsnahe Wirtschaftsrat der CDU. Dessen Generalsekretär Wolfgang Steiger bezeichnete den Haushalt als "nur auf dem Papier ausgeglichen". Er warnte vor "vielen Ideen für neue Einnahmen, aber kaum Einsparungen" und kritisierte, dass zentrale Lücken ungelöst blieben. Ohne strukturelle Reformen sei der Plan laut Steiger "katastrophal".

Die Schuldenrückführung wurde verschoben, während die Ausgaben und die Nettokreditaufnahme weiter steigen. Steiger betonte zudem, dass der Haushalt trotz aller Versprechen keine echte Konsolidierung bringe.

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Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) teilte diese Bedenken. Vorstandsmitglied Stefan Körzell warf der Regierung vor, in allen Bereichen außer der Verteidigung Sparmaßnahmen durchzusetzen. Solche Schritte "schüren weitere Unsicherheit" und schwächen die Verbrauchernachfrage, so Körzell. Er bezeichnete den Haushalt als "einen Angriff auf den Sozialstaat" und warnte, dass er die Erholung der Kaufkraft bremsen werde.

Der Haushaltsentwurf für 2027 stößt damit bei Wirtschaftsverbänden und Arbeitnehmervertretern auf massiven Widerstand. Kritiker monieren fehlende spürbare Einsparungen, die Verschiebung der Schuldenrückführung und die Gefahr einer Destabilisierung des Wirtschaftswachstums. Die Regierung hat auf die wachsende Kritik bisher noch nicht reagiert.

Quelle