Bremer Unternehmen kämpfen mit explodierenden Kosten für Energie und Logistik
Ella HuberBremer Unternehmen kämpfen mit explodierenden Kosten für Energie und Logistik
Unternehmen in Bremen und Bremerhaven leiden unter steigenden Kosten
Betriebe in Bremen und Bremerhaven stehen vor wachsenden finanziellen Belastungen, da höhere Ausgaben wichtige Branchen treffen. Eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) zeigt, dass sich viele Unternehmen Sorgen über Transport-, Energie- und Rohstoffkosten machen. Lokale Vertreter fordern nun politische Maßnahmen, um die betroffenen Firmen zu entlasten.
Bei der DIHK-Blitzumfrage wurden 62 Unternehmen in Bremen befragt. Fast die Hälfte verzeichnete einen Rückgang der Nachfrage oder Aufträge, während fast ein Drittel Lieferverzögerungen oder Engpässe bei Waren meldete. Besonders betroffen sind die Bereiche Maschinenbau, Baugewerbe, Handel und Logistik.
Die Kosten steigen in mehreren Bereichen deutlich: 74 Prozent der Unternehmen kämpfen mit höheren Energiekosten, 60 Prozent zahlen mehr für Rohstoffe und Grundmaterialien. Auch die Transportausgaben sind stark angestiegen – 64 Prozent der Firmen haben mit höheren Frachtkosten zu kämpfen. Die Lage hat sich durch den Nahost-Konflikt weiter verschärft, der bei etwa drei Vierteln der befragten Unternehmen negative Auswirkungen zeigt.
Dr. Matthias Fonger, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, warnt, dass die steigenden Transportkosten die Wettbewerbsfähigkeit der Region untergraben. Als wichtiger Standort für Häfen und Logistik sind Bremen und Bremerhaven auf effiziente Handelsrouten angewiesen. Fonger fordert nun schnelle politische Lösungen, um die Belastung für die heimische Wirtschaft zu verringern.
Die Umfrage unterstreicht die finanzielle Anspannung in der Bremer Wirtschaft: Energie-, Rohstoff- und Transportkosten steigen stark, viele Unternehmen verzeichnen bereits weniger Aufträge und gestörte Lieferketten. Ohne Gegenmaßnahmen könnten diese Herausforderungen die Schlüsselsektoren der Region weiter schwächen.






