26 March 2026, 00:01

Bremen-Walle ehrt jüdische Familie mit neuem Platznamen

Metallplatte an einer Gebäudewand mit hebräischer Schrift, wahrscheinlich ein Denkmal für die jüdische Gemeinde.

Bremen-Walle ehrt jüdische Familie mit neuem Platznamen

Ein kleiner Platz in Bremen-Walle wird bald den Namen Familie-David-Platz tragen. Die Umbenennung ehrt eine jüdische Familie, die einst in diesem Viertel das Kaufhaus "Kaufhaus des Westens" betrieb. Anwohner und lokale Vertreter hatten sich für die Namensänderung eingesetzt, um an die Geschichte der Familie und die Verfolgung zu erinnern, der sie während der NS-Zeit ausgesetzt war.

Das dreieckige Areal an der Kreuzung von Bremerhavener Straße, Vegesacker Straße und Grenzstraße war im Volksmund lange als Eisdielenplatz bekannt. Nun hat der Beirat Walle auf Anregung von Bürgern beschlossen, den Platz in Familie-David-Platz umzubenennen. Die Entscheidung entspricht den Bremer Richtlinien, die es Bezirksgremien ermöglichen, Straßen von lokaler Bedeutung zu benennen.

Der Beirat Walle entwickelte den Vorschlag in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturhaus Walle. Nach Rücksprache mit dem Landesarchiv Bremen, das keine Bedenken äußerte, fand der Plan weitere Unterstützung. Senatorin Dr. Maike Schaefer bestätigte, dass der Ausschuss für Mobilität, Bau und Stadtentwicklung der Umbenennung auf Empfehlung der lokalen Behörde zustimmte.

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Eine Gedenktafel wird neben dem neuen Straßenschild angebracht und die Geschichte der Familie erzählen. Dort wird zu lesen sein: "Die jüdische Familie David betrieb in Bremen-Walle das 'Kaufhaus des Westens'. In der NS-Zeit wurde die Familie Opfer rassistischer Verfolgung." Der neue Name ehrt die gesamte Familie David und stärkt die Verbindung des Platzes zur Geschichte des Stadtteils.

Die Umbenennung in Familie-David-Platz schafft eine dauerhafte Erinnerung an das Erbe der Familie David in Bremen-Walle. Die Entscheidung spiegelt das Bestreben der Gemeinschaft wider, ein dunkles Kapitel der Geschichte anzuerkennen und das lokale Gedächtnis zu bewahren. Tafel und neuer Name werden dafür sorgen, dass ihre Geschichte im Stadtteil sichtbar bleibt.

Quelle