29 June 2026, 06:00

Bofinger warnt vor Doppelbelastung durch Beamten-Rentenreform

Bofinger warnt vor Integration von Beamten in die gesetzliche Rente

Bofinger warnt vor Doppelbelastung durch Beamten-Rentenreform

Peter Bofinger, Mitglied der deutschen Rentenkommission, warnt davor, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung zu integrieren. In einem aktuellen Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung bezeichnete er diesen Schritt als eine „massive Doppelbelastung für den öffentlichen Sektor“.

Die Rentenkommission hatte zuvor ein einheitliches Rentensystem, das alle Beschäftigten – einschließlich Beamte – umfasst, als „ideales Modell für die Alterssicherung“ bezeichnet. Gleichzeitig räumte sie ein, dass die Umsetzung dieses Ziels in naher Zukunft schwierig sein könnte.

Bofinger verwies auf die erhebliche finanzielle Belastung, die eine solche Reform mit sich bringen würde: Der Staat müsste für neue Beamte Rentenbeiträge zahlen, während er gleichzeitig die Pensionen der aktuellen Rentner weiterfinanziert. Diese Doppelbelastung würde etwa 40 Jahre anhalten – bis die heutigen Beamten das Renteneintrittsalter erreichen.

Zudem wies er auf verfassungsrechtliche Hürden hin. Der Beamtenstatus genießt als besondere, geschützte Regelung durch Urteile des Bundesverfassungsgerichts einen Sonderstatus. Als mögliche Lösungen für diese Problematik schlug Bofinger eine Grundgesetzänderung oder eine Erhöhung der Beamtengehälter vor.

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Er betonte, dass der Übergang zu einem einheitlichen System extrem schwer umsetzbar sei. Verfassungsrechtliche Schutzmechanismen und die langfristigen finanziellen Folgen blieben zentrale Hindernisse. Das von der Kommission angestrebte Idealmodell steht damit vor erheblichen praktischen und rechtlichen Herausforderungen.

Quelle